Geschichte

Am Anfang steht ein besonders brutaler Mord. Im Januar 1973 brachten in Neuwied vier Jugendliche – darunter ein Mädchen – mit 26 Messerstichen einen ihnen unbekannten Jugendlichen um. Ein Motiv fehlte. wie die Gerichtsverhandlungen ergaben, haben alle Täter eine trostlose Kindheit in schlechten Elternhäusern und in Heimen hinter sich.

Der am gleichen Ort wohnende Anthropologe Dr. Klaus G. Conrad erkennt den offensichtlichen Zusammenhang zwischen fehlender Liebe und Geborgenheit in der Kindheit und späterer Kriminalität. Conrad ist Mitglied des Lions-Serviceclubs Neuwied, der sich – wie auch Rotary – dem Gemeinwohl verpflichtet fühlt. Im April desselben Jahres berichtet er auf einer Mitgliederversammlung von Lions-Clubs in Bad Dürkheim über diesen Mord und veranlasst damit eine Diskussion über die Frage, ob diese Gewalttat eine Bürgerinitiative zur Bekämpfung pathologischer Entwicklungen in unserer Gesellschaft auslösen kann. Das ist die Geburtsstunde der Lions-lnitiative „Kind-Familie-Gesellschaft“ (KFG), die vier Jahre später zur Gründung der „Deutschen Liga für das Kind in Familie und Gesellschaft“ führt. Dieses Langzeitprogramm geht über die konkrete, auf den Mitmenschen gerichtete tätige Hilfe hinaus und zielt auf einen Wandel im Bewusstsein zu Kind und Familie.

Zeittafel

1970er Jahre

Januar 1973
Der so genannte Stadionmord von Neuwied: Vier Jugendliche ermorden einen ihnen völlig unbekannten Jungen.
Ein Motiv ist nicht erkennbar.

April 1973
Der Anthropologe Dr. Klaus G. Conrad berichtet auf der Distriktversammlung deutscher Lions Clubs in Bad Dürkheim über diesen Mord und regt die Gründung einer Bürgerinitiative an.

1973
Das erste Informationsfaltblatt erscheint unter dem Titel: „Kinder haben keine Lobby. Sie können uns nicht sagen, was sie zum Leben brauchen. Wir – die Erwachsenen – müssen es wissen!”

1975
Gründung des Arbeitskreises der deutschen Lions Kind-Familie-Gesellschaft

Januar 1976
Ausschreibung einer Projektstudie in der ZEIT über Frühkindliche Deprivation

25.Juni 1977
Gründung der Deutschen Liga für das Kind in Familie und Gesellschaft e.V. mit finanzieller Unterstützung der Service Clubs Lions und Rotary. Beide Organisationen werden konstituierende Gründungsmitglieder und stellen die Vizepräsidenten im Vorstand. Prof. Dr. med. Dr. h.c. Hans Schaefer wird zum Präsidenten gewählt.

1978
Bundespräsident Walter Scheel macht das Anliegen der Liga zum Generalthema seiner Weihnachtsansprache: „Man weiß mittlerweile, dass die ersten drei Lebensjahre eines Kindes den Charakter des Menschen, sein Verhalten zur Umwelt, seine Fähigkeit, freundlich und hilfsbereit zu sein, Selbstbewusstsein zu entwickeln und Verantwortung zu übernehmen, entscheidend prägen. Das Wichtigste in diesen drei Jahren ist, dass sich das Kind bei einem Menschen, und das ist natürlicherweise meistens ein Elternteil, geborgen fühlt.“

1979
Die Vereinten Nationen rufen das Internationale Jahr des Kindes aus.

1979
Die Sozialliberale Koalition verabschiedet das auch von der Liga geforderte Gesetz zum erweiterten Mutterschaftsurlaub.

Oktober 1979
Das Lions-Europaforum in der Wiener Hofburg stellt die Liga und ihre Ziele vor.

Österreichische Lionsclubs übernehmen die Initiative der Liga, ebenso 1983 die französischen Lions.

1980er Jahre

1980
Die große Sorgerechtsreform tritt in Kraft. Aus elterlicher Gewalt wird elterliche Sorge. Eltern sind von nun an verpflichtet, Fragen der elterlichen Sorge mit ihrem Kind zu besprechen und Einvernehmen anzustreben.

1980
Bundespräsident Karl Carstens lädt den 1. Vizepräsidenten der Liga, Dr. Klaus G. Conrad, zum traditionellen Neujahrsempfang ein: „Kinderärzte und Psychotherapeuten äußern besorgt die Vermutung, dass wir die natürlichen Anfangsbedingungen, die zur seelischen Entfaltung eines Kindes offenbar notwendig sind, nicht mehr voll erfüllen, so dass bei vielen Kindern statt Glück Unzufriedenheit, Unerfülltsein, Riesenansprüche, Neid, ja Hass entstehen. Die Lösung all dieser Probleme scheint davon abzuhängen, inwieweit die Erwachsenen bereit sind, sich den Kindern voll zu widmen“ (Auszug aus der Ansprache zum Internationalen Jahr des Kindes 1979).

1980
Das Faltblatt „Die ersten Jahre entscheiden” (später umbenannt in „Die ersten Jahre entscheiden viel”) wird bundesweit an Eltern verteilt.

Dezember 1982
Die Liga überreicht allen Abgeordneten in Bund und Ländern die von ihr verfassten bzw. herausgegebenen Broschüren „Der Lebensanfang als Lebensentscheidung“ und „Eine Gesellschaft verdirbt ihre Kinder“.

1982/1983
Durch die Arbeit der Liga angeregt, strahlen die III. Programme des Fernsehens im Winter 1982/83 eine achtteilige Sendung aus über „Die Bedeutung der ersten 365 Tage im seelischen Leben des Kindes“.

Die Sendung wird 1986/87 wiederholt.

1984
Die Ministerpräsidenten der Bundesländer, Bundesminister, Landesminister und alle Abgeordneten werden erstmals durch Überreichung der Schrift „Rettet die Familie jetzt!“ über die finanziellen Probleme der Familie und über Vorschläge zur Abhilfe unterrichtet.

September 1984
Dr. KIaus G. Conrad wird zum Präsidenten gewählt. Prof. Dr. med. Dr. h.c. Hans Schaefer wird Ehrenpräsident.

September 1984
Die Liga legt dem Bundesarbeitsministerium einen in ihrem Auftrag erstellten Gesetzentwurf zur Anrechnung von Erziehungszeiten auf die Altersversorgung durch die gesetzliche Rentenversicherung vor.

28.September 1984
Bundespräsident Richard von Weizsäcker empfängt den Vorstand der Liga zu einem ausführlichen Meinungsaustausch, der in allen wesentlichen Punkten volle Übereinstimmung bringt. Der Bundespräsident betont die gesellschaftspolitische Bedeutung der von der Liga verfolgten Ziele, auf die er in der Öffentlichkeit hinweisen will.
„Aber Kinder zu haben, darf deshalb doch heute nicht zu einem Luxus werden, den sich nur Besserverdienende leisten können. Dem Wohlstand der Gesellschaft darf nicht die Familie mit Durchschnittseinkommen gegenüberstehen, die zum Sozialfall wird, wenn sie mehrere Kinder hat“ (aus der Weihnachtsansprache 1986 des Bundespräsidenten).

Oktober 1984
Vom Bundesverfassungsgericht wird die „faktische Elternschaft“ (Pflegeelternschaft) als eigenständiges Rechtsgut anerkannt, eine von der Liga seit Jahren erhobene Forderung.

März 1985
Dem Bundesminister für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau, Dr. Oskar Schneider, wird die Liga-Schrift „Kinder- und familiengerechtes Wohnen“ überreicht. Diese Schrift wird auch an die kommunalen Verbände, den Deutschen Städtetag, die Landkreistage und Gemeindetage sowie an 65 Großstädte verschickt.

3.Juli 1985
Der Präsident des Deutschen Bundestages, Dr. Philipp Jenninger, bittet die Präsidenten des Deutschen Kinderschutzbundes und der Liga zu einem Gespräch zu sich, um mit ihnen die Schaffung einer unabhängigen Institution für die Belange der Kinder zu erörtern.

1986
Das von der Liga seit langem geforderte Bundeserziehungsgeldgesetz tritt in Kraft. Eltern erhalten die Möglichkeit des Erziehungsurlaubs (heute: Elternzeit) während der ersten Jahre des Kindes.

Februar 1986
Die Liga eröffnet in Bonn ein Kontaktbüro.

1987
Die Liga feiert in Bonn ihr 10-jähriges Bestehen.

1988
Der Bundestag beschließt die auch von der Liga geforderte Einrichtung einer Kommission zur Wahrnehmung der Belange der Kinder (Kinderkommission, KiKo) als Unterausschuss des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

20.November 1989
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet einstimmig die UN-Kinderrechtskonvention, in der umfangreiche Schutz-, Förder- und Beteiligungsrechte für Kinder niedergelegt sind.

1990er Jahre

1991
Das Kinder- und Jugendhilfegesetz tritt in Kraft. Kinder sind altersentsprechend an allen sie betreffenden Entscheidungen der Jugendhilfe zu beteiligen.

7.Juli 1992
Das Bundesverfassungsgericht bestätigt, dass Familien über die staatlichen Verteilungssysteme zur materiellen Unterstützung Kinderloser gezwungen werden (so genannte „Transferausbeutung der Familie“) und verpflichtet die Regierung zu einer familienpolitischen Strukturreform des Sozialstaates.

1994
Die Vereinten Nationen rufen das Internationale Jahr der Familie aus.

1.Januar 1996
Die Liga verlegt ihren Sitz nach Berlin. Dr. Jörg Maywald übernimmt die Leitung der Geschäftsstelle.

April 1996
Die Liga veröffentlicht eine Stellungnahme zur geplanten Kindschaftsrechtsreform, in der sie sich u.a. für ein Recht des Kindes auf Umgang mit beiden Eltern und für das Recht auf gewaltfreie Erziehung ausspricht.

Juni 1996
Dr. Dieter Ahrens wird zum Präsidenten der Liga gewählt. Dr. Lore Maria Peschel-Gutzeit wird Vorsitzende des Kuratoriums, Dr. Klaus G. Conrad wird Ehrenpräsident.

November 1997
Die Liga feiert ihr 20-jähriges Bestehen. Eine Strukturreform wird abgeschlossen – fortan präsentiert sich die Liga als „Netzwerkknoten“ in einer modernen Organisationsform, vor allem mit einer hauptamtlich geführten Geschäftsstelle.

April 1998
Die erste Ausgabe der Fachzeitschrift frühe Kindheit erscheint.

Juli 1998
Die Kindschaftsrechtsreform tritt in Kraft. Nichteheliche werden ehelichen Kindern weitgehend gleichgestellt. Kinder erhalten das Recht auf Umgang mit beiden Eltern. Das Rechtsinstitut der Verfahrenspflegschaft (heute: Verfahrensbeistandschaft) wird eingeführt.

Oktober 1998
Im Zuge einer Neufassung der Satzung wird u.a. festgelegt, dass die Liga im Rahmen von Projekten ideelle und materielle Hilfen auslösen und unterstützen kann.

1999
Das Faltblatt „Ein guter Start ins Leben” wird in einer jährlichen Auflage von 680.000 Exemplaren an junge Eltern verteilt. Eltern können ein „Infopaket rund um das erste Lebensjahr” bestellen.

1999
Die Liga erweitert ihr Tätigkeitsfeld auf die ersten sechs (bisher drei) Lebensjahre des Kindes.

Die Website www.liga-kind.de wird freigeschaltet.

Oktober 1999
Unter dem Titel „Kindsein im nächsten Jahrhundert“ findet die Jahrestagung in Hamburg statt.

Prof. Dr. Franz Resch wird zum Präsidenten gewählt.

2000er Jahre

2000
Die Liga ist Gründungsmitglied des Bundesforums Familie und beteiligt sich an der Entwicklung der „Initiative Stillfreundliches Krankenhaus“.

Oktober 2000
Unter dem Titel „Kinder und Familien in Deutschland. Unterschiedliche Wurzeln – gemeinsame Zukunft“ findet die Jahrestagung in Berlin statt.

November 2000
Die auch von der Liga immer wieder geforderte Neufassung des § 1631 Abs. 2 BGB tritt in Kraft: „Kinder haben ein Recht auf eine gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.”

November 2000
Der Geschäftsführer der Liga, Dr. Jörg Maywald, wird zum Sprecher der National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention gewählt.

2001
Die Liga beteiligt sich mit zahlreichen Aktionen an der Kampagne des Bundesfamilienministeriums „Mehr Respekt vor Kindern” zum Recht des Kindes auf gewaltfreie Erziehung.

2001
Gemeinsam mit Mitgliedsverbänden organisiert die Liga in den kommenden Jahren mehrere hundert Vorträge für Eltern auf so genannten Baby-Messen in Süddeutschland zu Themen rund um die Geburt und die ersten Lebensjahre.

Eine „Empfehlungsliste Filme frühe Kindheit” wird veröffentlicht.

Juni 2001
Der von der Liga in Auftrag gegebene Film „Kinder sind unschlagbar! Keine Gewalt in der Erziehung” wird der Öffentlichkeit vorgestellt.

November 2001
Unter dem Titel „Beziehung und Erziehung in der frühen Kindheit“ findet die Jahrestagung in Berlin statt.

2001/2002
Der von der Liga in Auftrag gegebene TV-Spot „Stör´ ich?“ zum Thema „Kindentwöhnung und Gleichgültigkeit der Gesellschaft gegenüber Kindern“ wird vom Fernsehsender SAT.1 über mehrere Wochen regelmäßig ausgestrahlt.

2002
Unter dem Eindruck der Ergebnisse der PISA-Studie entwickelt die Liga das Bildungs- und Präventionsprogramm Kindergarten plus zur Förderung der sozialen und emotionalen Kompetenzen vier- bis fünfjähriger Kinder in Kindertageseinrichtungen.

2002
Die Liga veröffentlicht erstmals einen in etwa wöchentlich erscheinenden elektronischen Newsletter mit Meldungen aus Wissenschaft, Praxis und Politik zu Themen rund um die frühe Kindheit sowie zur Kinder- und Familienpolitik.

Der Newsletter wird inzwischen regelmäßig von mehr als 7.000 Abonnentinnen und Abonnenten bezogen.

Mai 2002
Der Geschäftsführer der Liga, Dr. Jörg Maywald, nimmt als offizielles Mitglied der deutschen Delegation am Weltkindergipfel in New York teil.

Dezember 2002
Die Zeitschrift frühe Kindheit erscheint in erweiterter Form von nun an sechs (bisher vier) Mal jährlich.

Dezember 2002
Die Liga feiert ihr 25-jähriges Bestehen im Berliner Palais am Festungsgraben. Den Festvortrag hält Prof. Dr. Jutta Limbach, ehemalige Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts. Unter dem Titel „Stör` ich? Zukunft ohne Kinder“ findet die Jahrestagung in Berlin statt.

Dezember 2002
Der von der Liga ausgelobte und von der gemeinnützigen JK-Stiftung für kompetente Elternschaft und Mediation finanzierte „Präventionspreis Frühe Kindheit“ wird erstmals verliehen.

2003
In Kooperation mit der Nationalen Stillkommission veröffentlicht die Liga die Website www.stillen-info.de.

2003
Mit Unterstützung von Lions Clubs findet an bundesweit fünf Standorten eine Testphase des Programms Kindergarten plus statt.

2003
Die Liga beteiligt sich aktiv an der Erstellung des Nationalen Aktionsplans der Bundesregierung „Für ein kindergerechtes Deutschland“ im Anschluss an den Weltkindergipfel 2002.

 Oktober 2003
Unter dem Titel „Wahlrecht von Geburt an – Konsequenz der Demokratie“ findet die Jahrestagung in Köln statt.

2003/2004
Der Geschäftsführer der Liga, Dr. Jörg Maywald, nimmt als Sprecher der National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention im Rahmen des Staatenberichtsverfahrens an der Anhörung des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes in Genf zum Stand der Umsetzung der Kinderrechte in Deutschland teil.

2004
Nach erfolgreichem Abschluss der Testphase und der Produktion zahlreicher Materialien für Kinder, Eltern und pädagogische Fachkräfte wird das Programm Kindergarten plus von nun an bundesweit angeboten. Es wird Bestandteil des Jugendprogramms „Stark fürs Leben“ der deutschen Lions. Bis heute wird Kindergarten plus in mehr als 2.000 Kindergärten durchgeführt.

Juni 2004
In Zusammenarbeit mit der International Association for Child and Adolescent Psychiatry and Allied Professions (IACAPAP) führt die Liga die Benefizveranstaltung „Eine Sommernacht im MoMa in Berlin“ durch. Der Erlös kommt dem Programm Kindergarten plus und der Förderung junger Wissenschaftler auf dem Gebiet der seelischen Gesundheit von Kindern zugute.

September 2004
Die Liga beteiligt sich mit einem Positionspapier an der Anhörung des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes in Genf zum Thema „Kinderrechte in der frühen Kindheit“.

Oktober 2004
Unter dem Titel „Die neuen Kinderkrankheiten – Gesundheitsrisiken der jungen Generation“ findet die Jahrestagung in Heidelberg statt.

2005
Gemeinsam mit dem Deutschen Kinderschutzbund und dem Verband alleinerziehender Mütter und Väter veröffentlicht die Liga die Broschüre „Wegweiser für den Umgang nach Trennung und Scheidung. Wie Eltern den Umgang am Wohl des Kindes orientieren können“.

September 2005
Gemeinsam mit der National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention präsentiert die Liga ein Positionspapier anlässlich der Anhörung in Genf des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes zum Thema „Rechte von Kindern, die nicht bei ihren Eltern leben können“.

Oktober 2005
Unter dem Titel „Kinder im erweiterten Europa“ findet die Jahrestagung in der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) statt. Den Eröffnungsvortrag hält Prof. Dr. Gesine Schwan, Rektorin der Viadrina und Beauftragte der Bundesregierung für die deutsch-polnischen Beziehungen.

2006
Der Film „Klug sein allein genügt nicht. Kinder brauchen emotionale Intelligenz“ wird veröffentlicht. An Beispielen erläutert der Film die Bedeutung der emotionalen Intelligenz für den Bildungserfolg von Kindern. Er klärt über Erkenntnisse der Hirnforschung auf und zeigt anhand des Programms Kindergarten plus, wie die emotionalen und sozialen Fähigkeiten der Kinder gezielt gefördert werden können. Die Website www.kindergartenplus.de wird freigeschaltet.

Mai 2006
Im Auftrag der Bertelsmann Stiftung und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung führt die Liga den interdisziplinären Kongress „Ein guter Start ins Leben. Frühe Kindheit – Familie und Gesellschaft in gemeinsamer Verantwortung“ in Berlin durch.

September 2006
Unter dem Titel „Familie allein genügt nicht. Frühe Entwicklung und Bildung in Familien und Tageseinrichtungen“ findet die Jahrestagung in Berlin statt.

September 2006
Die Liga nimmt an der Anhörung des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes zum Thema „Das Recht des Kindes gehört zu werden“ in Genf teil.

2007
Die Liga arbeitet in der Lenkungsgruppe zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans „Für ein kindergerechtes Deutschland 2005-2010“ mit.

2007
Die Liga veröffentlicht Stellungnahmen zum Entwurf eines Gesetzes zur Erleichterung familiengerichtlicher Maßnahmen bei Gefährdung des Kindeswohls, zum Entwurf eines Gesetzes zur Reform des Unterhaltsrechts und zum Entwurf eines Gesetzes zur Klärung der Vaterschaft unabhängig vom Anfechtungsverfahren.

September 2007
Die Liga feiert ihr 30-jähriges Bestehen in der Französischen Friedrichstadtkirche auf dem Gendarmenmarkt in Berlin. Den Festvortrag „Frühe Kindheit. Entwicklungslinien und Perspektiven“ hält PD Dr. Martin Dornes. Unter dem Titel „Kindeswohl und Elternverantwortung“ findet an gleicher Stelle die Jahrestagung statt. Der Präventionspreis Frühe Kindheit wird verliehen.

November 2007
Gemeinsam mit der Ehlerding Stiftung und in Kooperation mit der Kroschke Kinderstiftung veröffentlicht die Liga den Film „Ein Leben beginnt… Babys Entwicklung verstehen und fördern“. Die Website www.ein-leben-beginnt.de wird freigeschaltet.

2008
Die Liga veröffentlicht das von zahlreichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unterstützte Positionspapier „Gute Qualität in Krippe und Kindertagespflege“ mit Eckpunkten guter Qualität für Krippeneinrichtungen und Kindertagespflegestellen.

Oktober 2008
Unter dem Titel „Frühe Kommunikation und Beziehung“ findet die Jahrestagung in Leipzig statt.

2009
Der Film „Kindeswohl und Elternverantwortung“ mit der Dokumentation der gleichnamigen Jubiläumstagung anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Liga wird veröffentlicht.

2009
Die Elternbroschüre „Die beste Betreuung für mein Kind. Worauf Sie achten sollten, wenn Sie Ihr Kind in eine Krippe, Kita oder Kindertagespflegestelle geben“ wird veröffentlicht. Die Website www.fruehe-tagesbetreuung.de wird freigeschaltet.

2009
Die Liga fördert den Film „Niemals Gewalt“ nach einer Erzählung von Astrid Lindgren. In dem Film wird das Recht von Kindern auf gewaltfreie Erziehung behandelt. Der Film ist unter www.niemals-gewalt.de abrufbar.

Oktober 2009
Unter dem Titel „Für die Jüngsten das Beste. Gute Qualität in Krippe und Kindertagespflege“ findet die Jahrestagung in Berlin statt.

November 2009
Die Liga wirkt an der Nationalen Konferenz für die Rechte des Kindes „Vorrang für Kinderrechte“ anlässlich 20 Jahre UN-Kinderrechtskonvention im Roten Rathaus in Berlin mit.

2010er Jahre

2010
Im Auftrag der JK-Stiftung für kompetente Elternschaft und Mediation und gemeinsam mit Partnern veröffentlicht die Liga sechs Kurzfilme in sieben Sprachen mit dem Titel „Wie Babys sich entwickeln. Für Eltern mit Kindern von null bis zwei“.

2010
Die Liga beteiligt sich aktiv am Runden Tisch der Bundesregierung „Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich“.

2010
Die Liga veröffentlicht das Positionspapier „Betreuungsgeld dient nicht dem Kindeswohl“ zur geplanten Einführung eines Betreuungsgeldes.

Oktober 2010
Unter dem Titel „Väter in neuer Verantwortung“ findet die Jahrestagung in München statt.

Der Präventionspreis Frühe Kindheit wird verliehen.

2011
Die Liga veröffentlicht den Film „Krippenkinder. Familie und Tagesbetreuung in gemeinsamer Verantwortung“.

Für den Kita-Träger FRÖBEL e.V wird eine Sonderedition entwickelt.

Die Website www.familie-und-krippe.de wird freigeschaltet.

2011
In Kooperation mit dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband veröffentlicht die Liga die Broschüre „Eltern vor dem Familiengericht. Schritt für Schritt durch das kindschaftsrechtliche Verfahren“.

2011
Die Liga wird Kooperationspartner im Aktionsbündnis Kinderrechte (UNICEF Deutschland, Deutsches Kinderhilfswerk, Deutscher Kinderschutzbund) mit dem Ziel der Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz.

2011
Die Liga arbeitet aktiv im Beirat des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen mit.

November 2011
Unter dem Titel „Jedes Kind ist anders, alle Kinder sind gleich. Inklusion ja – aber wie?“ findet die Jahrestagung in Hamburg statt.

2012
Der Online Shop www.fruehe-kindheit-online.de wird freigeschaltet.

2012
Im Auftrag des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen wird eine Sonderausgabe der Zeitschrift frühe Kindheit zum Thema „Frühe Hilfen. Gesundes Aufwachsen ermöglichen“ in einer Auflage von 35.000 Exemplaren veröffentlicht.

2012
Im Rahmen des Aktionsbündnis Kinderrechte wirkt die Liga an der Erarbeitung eines Formulierungsvorschlags „Kinderrechte im Grundgesetz“ mit.

Oktober 2012
Unter dem Titel „Schwierige Kinder? Probleme erkennen, Herausforderung annehmen“ findet die Jahrestagung in Berlin statt.

Dr. Lore Maria Peschel-Gutzeit wird Ehrenpräsidentin.

2013
Ein Forscherteam an der Leuphana Universität Lüneburg unter Leitung von Prof. Dr. Maria von Salisch überreicht dem Vorstand der Liga den Endbericht der wissenschaftlichen Evaluation des Programms Kindergarten plus. Darin wird deutlich, dass sich die sozialen Kompetenzen der an dem Programm teilnehmenden Kinder im Vergleich zu einer Kontrollgruppe signifikant verbessert haben. Die Verbesserungen zeigten sich in einer Zunahme ihres prosozialen Verhaltens, in einer Abnahme ihrer sozialen Impulsivität sowie in einer tendenziellen Abnahme der Probleme im Umgang mit Gleichaltrigen, besonders bei Kindern mit Belastungen.

2013
Die Liga veröffentlicht den Film „Kinder lassen sich nicht scheiden. Hilfen für Kinder bei Trennung der Eltern“.

Die Website www.kinder-lassen-sich-nicht-scheiden.de wird freigeschaltet.

2013
Gemeinsam mit dem Bundesverband Kindertagespflege und Familien für Kinder gGmbH veröffentlicht die Liga den Film „Mein Kind bei einer Tagesmutter/einem Tagesvater“.

Die Website www.kindertagespflege-film.de wird freigeschaltet.

2013
Die Liga arbeitet im Beratenden Fachgremium der „Bundesweiten Initiative zur Prävention des sexuellen Missbrauchs“ sowie im Rahmen von gesundheitsziele.de in der Arbeitsgruppe „Gesundheit rund um die Geburt“ mit.

Juni 2013
Die Liga ist mit einer Stellungnahme in der öffentlichen Anhörung des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages zur Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz vertreten.

Oktober 2013
Unter dem Titel „Wir sind nicht nur die Zukunft, wir sind jetzt schon da! Kinderrechte anerkennen und verwirklichen“ findet im Berliner Abgeordnetenhaus die Jahrestagung in Kooperation mit der National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention statt.

2013/2014
Der Geschäftsführer der Liga, Dr. Jörg Maywald, nimmt als Sprecher der National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention im Rahmen des Staatenberichtsverfahrens an der Anhörung des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes in Genf zum Stand der Umsetzung der Kinderrechte in Deutschland teil.

2014
Die Liga veröffentlicht ein Positionspapier und ein begleitendes Hintergrundpapier zur medizinisch nicht erforderlichen Genitalbeschneidung des männlichen Kindes.

2014
Die Liga übernimmt die fachliche Beratung des im Auftrag der JK-Stiftung für kompetente Elternschaft und Mediation produzierten Films „Signale des Babys. Ein filmisches Lexikon der Babysprache“. In mehr als hundert kurzen Filmsequenzen werden die Signale von Neugeborenen bis 18 Monate alten Kindern gezeigt, die bei Eltern Fragen aufwerfen, nicht immer leicht zu erkennen sind oder missverständlich sein können. Der Film ist auch auf YouTube unter „Signale des Babys“ einsehbar.

2014
Der Aufruf „Die Zeit ist reif! Aufruf zur Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz“ wird im Rahmen des Aktionsbündnis Kinderrechte an alle Abgeordneten des Deutschen Bundestags verteilt und in der Wochenzeitung DIE ZEIT veröffentlicht.

2014
Das Niedersächsische Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) verleiht dem Programm Kindergarten plus im Rahmen der „Grünen Liste Prävention“ das Prädikat „Effektivität nachgewiesen“.

Oktober 2014
Unter dem Titel „Zwischen Bilderbuch und Touchscreen. Kinder und Medien“ findet im ZDF in Mainz die Jahrestagung statt.

Prof. Dr. Sabine Walper wird zur Präsidentin der Liga gewählt.

November 2014
Die Liga wirkt an der Zweiten Nationalen Konferenz für die Rechte des Kindes in Karlsruhe anlässlich 25 Jahre UN-Kinderrechtskonvention mit.

2015
Die Liga arbeitet im Beirat des Unabhängigen Beauftragen der Bundesregierung zu Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs mit.

2015
Neben der deutschen Fassung ist der Film „Signale des Babys. Ein filmisches Lexikon der Babysprache“ bei YouTube auch auf Englisch und Türkisch einsehbar.

2015
Im Zuge einer externen Prüfung erhält das Programm Kindergarten plus das „PHINEO Wirkt-Siegel“ zugesprochen.

2015
Die Borschüre „Wegweiser für den Umgang nach Trennung und Scheidung. Wie Eltern den Umgang am Wohl des Kindes orientieren können“ erscheint in einer vollständig überarbeiteten Fassung.

Oktober 2015
Unter dem Titel „Kindliche Sexualität. Zwischen sexueller Bildung und Schutz vor Missbrauch“ findet die Jahrestagung im Thüringer Landtag in Erfurt statt.

2016
Die Liga veröfffentlich den Film für Eltern „Mit Bilderbuch und Touchscreen. Junge Kinder und Medien“ und den Film für pädagogische Fachkräfte „Aufwachsen in der Medienwelt. Kurzfilme zur Medienbildung in Kita und Kindertagespflege“.

2016
Gemeinsam mit Save the Children Deutschland führt die Liga das Projekt „KindgeRECHT von Anfang an. Kinderrechte und Erziehungspartnerschaft in früher Tagesbetreuung“ durch.

2016
Die Durchführung des Programms Kindergarten plus in Kitas in Regionen bzw. Stadtteilen mit besonderem Förderungsbedarf wird durch DEUTSCHLAND RUNDET AUF Gemeinnützige Stiftungs GmbH gefördert.

2016
Die Liga veröffentlicht ein Positionspapier zur Reform des § 1631 b BGB mit dem Ziel, nicht nur mit Freiheitsentziehung verbundene Unterbringungen von Kindern, sondern auch freiheitsentziehende Maßnahmen im Rahmen einer Unterbringung mit einem familiengerichtlichen Genehmigungsvorbehalt zu versehen.

2016
Der YouTube-Kanal „Mein Baby. Filme für Eltern in Arabisch“ wird eingerichtet. Die kurzen zweisprachigen Filme (Arabisch und Deutsch) enthalten leicht verständliche Informationen für arabisch sprechende Eltern u.a. zu Schwan-gerschaft, Geburt, Familie, Erziehung und Kinderrechten. Ergänzend werden ein zweisprachiger Flyer und ein Plakat veröffentlicht.

2016
Die Broschüre „Neuerscheinungen 2016/2017 mit einer Übersicht über sämtliche Neuerscheinungen und weitere Veröffentlichungen der Liga wird veröffentlicht.

September 2016
Die Liga beteiligt sich am Fachtag „Kinderrechte verwirklichen“ der National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Hamburg.

September 2016
Die Liga nimmt an der Anhörung des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes zum Thema „Kinderrechte und Umwelt“ in Genf teil.

Oktober 2016
Unter dem Titel „Wir sind da! Kinder aus Krisenregionen. Eine Herausforderung für unsere Gesellschaft“ findet die Jahrestagung im Rheinischen Industriemuseum in Oberhausen statt.

2017
In Kooperation mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, den Krankenkassen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung führt die Liga das Projekt „Merkblätter Seelische Gesundheit. Informationen für Eltern zur Förderung der seelischen Gesundheit ihres Kindes in den ersten sechs Lebensjahren“ durch.

März 2017
Im Rahmen des Deutschen Kinder- und Jugendhilfetags in Düsseldorf veranstaltet die Liga gemeinsam mit dem Deutschen Caritasverband eine Podiumsdiskussion zu dem Thema „Kinderrechte und Generationengerechtigkeit – Impulse einer Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz für eine jugendgerechte Gesellschaft“.

April 2017
Die Liga wirkt an der Veranstaltung des Bundesfamilienministeriums „Kinderrechte ins Grundgesetz“ in Berlin mit, bei der sich Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und Bundesjustizminister Heiko Maas für die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz aussprechen.

April 2017
Mithilfe einer Förderung deutscher und türkischer Lions Clubs findet eine Fortbildung Kindergarten plus für pädagogische Fachkräfte aus vier Kindergärten in Istanbul statt.

Mai 2017
Der Kurzfilm „Kindergarten plus. Sozialemotionale Kompetenzen in der Kita fördern“ wird veröffentlicht und erstmals bei den Feierlichkeiten anlässlich 100 Jahre Lions Clubs International in Berlin präsentiert.

August 2017
Die in Kooperation mit Save the Children Deutschland im Rahmen des Projekts „KindgeRECHT von Anfang an. Kinderrechte und Erziehungspartnerschaft in früher Tagesbetreuung“ entwickelten Broschüren „Empfehlungen“ und „Übersicht über die für die frühe Kindertagesbetreuung relevanten Rechtsnormen“ werden veröffentlicht.

September 2017
Im Rahmen des Programms Kindergarten plus wird das Kinderbuch „Tula und Tim im Land der Gefühle“ veröffentlicht.

Oktober 2017
Die Liga feiert ihr 40-jähriges Bestehen in der Charité in Berlin. Den Festvortrag hält Prof. Dr. Gesine Schwan.

Unter dem Titel „Kinder schützen, fördern, beteiligen. Was ist erreicht, was bleibt zu tun?“ findet im Berliner Abgeordnetenhaus die Jahrestagung statt.