Pressemitteilung vom vom 14.09.2001

Weltkindergipfel in New York verschoben – aber nicht abgesagt!

Die Deutsche Liga für das Kind zur Sondergeneralversammlung der Vereinten Nationen

„A World fit for Children“

 

Berlin, den 14.9.2001 Der Weltkindergipfel ist wegen der Terroranschläge in den USA auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Die Deutsche Liga für das Kinderklärt:

Wir trauern um die Opfer, ihnen und ihren Angehörigen gilt unser tiefes Mitgefühl und unsere Solidarität.

Gleichzeitig bedauert die Deutsche Liga für das Kind, dass dieses wichtige Treffen, zu dem etwa 80 Staats- und Regierungschefs, 540 Nichtregierungsorganisationen und mehr als 300 Kinder aus aller Welt erwartet wurden, vorläufig nicht stattfinden kann.

12 Jahre nach der Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention wollte die Staatengemeinschaft Bilanz ziehen. Auf dem Gipfel sollten in einer Deklaration – „A World fit for Children“ – die Themen Armut, Gesundheit, Bildung, Beteiligung und Generationengerechtigkeit behandelt werden, und vor allem Gewalt gegen Kinder.

Hierzu äußerte Prof. Dr. Franz Resch, Kinder- und Jugendpsychiater, Präsident der Deutschen Liga für das Kind:

„Nach dem beispiellosen Akt der Gewalt, der das Leben von so vielen Menschen forderte, ist besonders deutlich geworden, wie schwierig es ist, für Kinder hoffnungsvolle Perspektiven zu schaffen. Dabei helfen kann eine Erziehungsform, die es den Kindern ermöglicht, soziale und emotionale Kompetenzen zu entwickeln. In diesem Sinne kann Erziehung zur Gewaltprävention beitragen.“

Dem Thema „Gewaltfreie Erziehung“ von Kindern hat sich die Deutsche Liga für das Kind immer wieder in ihren Publikationen und Veranstaltungen gewidmet, zuletzt durch die Produktion des dokumentarischen Films „Kinder sind unschlagbar!“.

Die schrecklichen Ereignisse in New York haben den Weltkindergipfel in der nächsten Woche unmöglich gemacht. Er wurde verschoben, aber nicht abgesagt!