Pressemitteilung vom 13.2.2003

Professor Lothar Krappmann in den UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes gewählt

 

Berlin, 13.2.2003

Die Deutsche Liga für das Kind beglückwünscht Professor Lothar Krappmann zu seiner Wahl in eines der „Überwachungsorgane“ der UNO. Das Gremium prüft die Berichte, in denen die Staaten Rechenschaft über die von ihnen ergriffenen Maßnahmen zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention ablegen. Das Abkommen ist von 191 Vertragsstaaten unterzeichnet und somit das meist-ratifizierte völkerrechtliche Abkommen. Professor Krappmann wurde am 10. Februar im 1. Wahlgang unter 29 Kandidaten für eine der 13 zu besetzenden Stellen gewählt.

Professor Krappmann, der auch Vorsitzender der Sachverständigen Kommission zur Erarbeitung des 10. Kinder- und Jugendberichts der Bundesregierung war, ist ein international anerkannter Forscher im Bereich Kindheit/Kinderpolitik. Er hat bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2002 25 Jahre am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin gearbeitet. Zur Zeit hat Professor Krappmann einen Lehrauftrag an der FU Berlin.

Die Deutsche Liga für das Kind setzt sich ebenfalls für die Umsetzung der Kinderrechte in Deutschland ein. Ihr Geschäftsführer Jörg Maywald ist Sprecher der „National Coalition für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland“ und hat als Mitglied der deutschen Kinderdelegation im Mai 2002 am Weltkindergipfel in New York teilgenommen.

Auf der Jahrestagung der Liga im Dezember 2002 zum Thema „Stör’ ich? Eine Zukunft ohne Kinder“ hat Professor Lothar Krappmann den Abschlussvortrag gehalten und das Fazit gezogen: „Damit Kinder sinnvoll stören können, müssen wir für Lebensverhältnisse sorgen, die ihr gutes Aufwachsen nicht stören.“

Die Deutsche Liga für das Kind freut sich, dass Professor Krappmann jetzt mit seinen Kenntnissen und seinem Engagement an prominenter Stelle international wirken kann.

Rückfragen in der Geschäftsstelle der Liga: Tel. 030-28599970
Internet: www.liga-kind.de

Die „Deutsche Liga für das Kind“ wurde vor 25 Jahren gegründet, als „Initiative gegen frühkindliche Deprivation“. Sie zählt zu den führenden Verbänden in Deutschland, wenn es um das Wohl und die Rechte der Kinder geht. Zu den heute mehr als 250 Mitgliedsorganisationen gehören wissenschaftliche Gesellschaften, kinderärztliche und -psychologische Vereinigungen, Familien und Jugendverbände sowie zahlreiche Service Clubs.