Zeitschrift frühe Kindheit – Archiv

„Keiner fällt durchs Netz“

Ein frühkindliches Präventionsprojekt im Rahmen der Frühen Hilfen

Von Svende Gehrke, Lisa Hauptmann, Anna Sidor, Andreas Eickhorst und Manfred Cierpka

Spätestens seit den erschreckenden Fällen von Kindesverwahrlosung, -misshandlung und -tötung der letzten Jahre ist ein „soziales Frühwarnsystem“ in aller Munde. Möglichst frühzeitig Gefahren aufzudecken, bevor das Kind „in den Brunnen gefallen“ ist, ist daher das Ziel präventiver Projekte. Investitionen in die sichere psychosoziale Entwicklung der Kinder zahlen sich langfristig aus, weil spätere Interventionen kostspieliger und weniger wirksam sind. Je früher die Investition erfolgt, desto wirksamer können soziale Folgekosten gesenkt werden.

Um Familien ein effektives Angebot früher Hilfen bieten zu können, entstand im März 2007 das „Nationale Zentrum Frühe Hilfen“ (NZFH), welches im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und unter gemeinsamer Trägerschaft der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und des Deutschen Jugendinstituts (DJI) gegründet wurde. Ziel dieses Aktionsbündnisses ist es, Kinder durch die wirksame Vernetzung von Hilfen des Gesundheitswesens und der Kinder- und Jugendhilfe früher und besser als bisher vor Gefährdungen zu schützen. Von enormer Wichtigkeit sind daher eine wissensbasierte Verbesserung der Praxis im Feld früher Hilfen und der Aufbau umfassender Präventionsmaßnahmen. Diese beinhalten sowohl allgemeine und frühzeitige Informationen zur Aufklärung über die Kindesentwicklung bei werdenden Eltern, als auch die Motivation zur Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen und die aktive Verweisung an spezielle Hilfen und Unterstützungen in schwierigen Lebenslagen. Zu diesem Zweck wurden bundesweit zehn Modellprojekte der Frühen Hilfen begleitet und hinsichtlich ihrer Wirksamkeitsevaluation gefördert.

Das Projekt „Keiner fällt durchs Netz“
Als eines dieser zehn Modellprojekte wurde „Keiner fällt durchs Netz“ entwickelt, das die Lebenssituation aller und insbesondere hoch belasteter Familien mit Kindern im Säuglings- und Kleinkindalter im Blick hat. Eine hohe Belastung entsteht durch die Kumulierung von Belastungen auf verschiedenen Ebenen: auf Seiten der Eltern (z. B. psychische oder körperliche Erkrankungen eines Elternteils, frühzeitige Familiengründung), auf Seiten des Kindes (z. B. Frühgeburt, pränataler Stress, Behinderung), hinzu kommen mögliche familiäre Belastungen (z. B. Einelternfamilie, chronisch krankes Geschwisterkind), soziale Belastungen (z. B. fehlende soziale Unterstützung), sowie materielle Belastungen (z. B. Armut, beengte Wohnsituation). All diese Faktoren stellen für sich allein betrachtet nicht unbedingt ein erhöhtes Risiko dar. Besonders belastend und problematisch kann es jedoch werden, wenn mehrere dieser Faktoren innerhalb einer Familie aufeinander treffen. In diesem Fall kann von einer besonderen Belastung dieser Familie ausgegangen werden.

In belasteten Lebenssituationen sind Eltern nicht in ausreichendem Maße in der Lage, auf kindliche Bedürfnisse angemessen zu reagieren. Dadurch besteht ein höheres Risiko frühkindlicher Regulationsstörungen (z. B. des Schlafens oder der Nahrungsaufnahme, „Schreibabys“) und es droht die Entstehung einer Beziehungsstörung zwischen Eltern und Kind. Gerade in überfordernden Situationen fehlt Familien häufig die Kraft und Initiative, sich an eine Hilfe anbietende Institution zu wenden. Ziel des Projektes ist daher die Bereitstellung möglichst niedrigschwelliger Angebote. Diese sollen verhindern, dass hoch belastete Familien durch das Netz der Hilfsmöglichkeiten fallen.

Der Ablauf von „Keiner fällt durchs Netz“
In einem dreischrittigen Vorgehen wird sehr früh ein Zugang zu Familien gefunden und ausgebaut. Im Rahmen der medizinischen Vorsorge, der Schwangerschafts- und Geburtsbegleitung sollen denjenigen Eltern Familienhebammen vermittelt werden, die sich nicht bereits aus eigener Initiative um Unterstützung durch eine Hebamme bemüht haben. An einzelnen Projektstandorten werden neben den Familienhebammen auch spezifisch ausgebildete aufsuchende Kinderkrankenschwestern eingesetzt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist im Folgenden in der Regel ausschließlich von Familienhebammen die Rede. Die in den besonders belasteten Familien eingesetzten Familienhebammen haben vor Ort gute Möglichkeiten, durch Beobachtung und mit Hilfe von Screeninginstrumenten den Bedarf weiterer Hilfe einzuschätzen sowie ggf. Kontakte herzustellen und erforderliche Schritte einzuleiten.

Im Rahmen der Kontakte mit den werdenden oder frischgebackenen Eltern werden besonders die psychosozialen Belastungsfaktoren berücksichtigt. Allen Eltern wird primärpräventiv der Kurs „Das Baby verstehen“ (Cierpka, 2009) zur Stärkung der elterlichen Sicherheit angeboten. Im Kurs werden die Eltern darin unterstützt, die Signale ihres Kindes richtig zu lesen. Gleichzeitig wird auch auf elterliche Bedürfnisse und partnerschaftliche Themen eingegangen. Besonders belasteten Familien werden Hausbesuche durch eine Familienhebamme oder eine speziell fortgebildete Kinderkrankenschwester über das gesamte erste Lebensjahr vermittelt, um die Eltern ab der Geburt des Kindes in basalen elterlichen Kompetenzen zu fördern (Schritt 2). Da alle Familien im Rahmen der Regelversorgung Unterstützung durch eine Hebamme bei der Pflege des Kindes und beim Stillen bekommen, werden die Hausbesuche bei Risikofamilien nicht als Diskriminierung oder Übergriff wahrgenommen.

Die Familienhebammen nehmen Aufgaben wahr, die über die üblichen Leistungen von Hebammen hinausgehen: Neben Tätigkeiten wie Vorsorge, Geburtsvorbereitung und -begleitung, Wochenbettbetreuung, Nachsorge und Stillberatung sind die Förderung des Selbsthilfepotentials der Familien sowie Aufklärung und Vermittlung zu weiterführenden Diensten wie z. B. Sozialamt, Jugendamt oder medizinischer Versorgung Teile des Aufgabenspektrums. Durch die „Gehstruktur“ (d. h. die Familienhebammen gehen zu den Familien in ihr häusliches Umfeld) wird die Hemmschwelle auch für Familien mit Risikofaktoren geringer. Die aufsuchende Arbeit erstreckt sich maximal über das gesamte erste Lebensjahr des Kindes.

Die Familienhebamme kann sich im häuslichen Umfeld sowohl einen Eindruck über die ausbaufähigen Ressourcen der Familie als auch über eventuelle Gefahren und Risiken verschaffen. Auf dieser Basis kann sie individuell auf die Familie abgestimmte Unterstützungsmöglichkeiten in die Wege leiten. In einem speziell entwickelten Curriculum werden die Familienhebammen durch die Koordinator(inn)en des Projekts „Keiner fällt durchs Netz“ zusätzlich darin unterstützt, angemessene Hilfen anbieten und vermitteln zu können. Das Curriculum umfasst den Elternkurs „Das Baby verstehen“ (Cierpka, 2009), Wissen in Entwicklungspsychologie und -pädiatrie sowie familienpsychologisches Basiswissen.

Weiterhin erhalten die Hebammen wichtige Informationen zu einem kompetenten Umgang mit psychischen elterlichen Erkrankungen während der Peripartalzeit sowie mit sozialen Krisensituationen (Gewalt, Drogen etc.). Ebenfalls werden die Familienhebammen in Themen wie der Sozialgesetzgebung und sozialpolitischen Maßnahmen sowie Public Health, Gemeinwesenarbeit und Interdisziplinärem Arbeiten geschult. Eine effektive Unterstützungsmaßnahme beinhaltet neben dem Anbahnen einer positiven Eltern-Kind-Interaktion ebenfalls eine kompetente und vertrauensvolle Unterstützung am Arbeitsplatz, bei Gesundheitsproblemen, Familienstreit oder persönlichen Problemen. Die Familienhebammen leisten außerdem äußerst wichtige Motivationsarbeit, indem sie Angst und Schamgefühle vor der Inanspruchnahme weiterer Unterstützungsangebote (Schritt 3) abschwächen und diesbezüglich ihre Hilfe bei der Vermittlung und ersten Kontaktaufnahme anbieten.

Das „Netzwerk für Eltern“
Um diese weitergehende Vermittlung zu erleichtern, wird an jedem Projektstandort ein zentrales „Netzwerk für Eltern“ eingerichtet, welches als Schnitt- und Vernetzungsstelle mit weiteren Institutionen und Projekten fungiert. Darin werden sowohl zukünftige als auch bereits bestehende Strukturen vor Ort eingebunden. Alle an der Prävention und Intervention in der frühen Kindheit beteiligten Institutionen und Berufsgruppen am Projektstandort treffen sich regelmäßig, um zur Optimierung der Identifikation von Risikokonstellationen und Vermittlung von primären Präventions- und Interventionsmaßnahmen beizutragen. An jedem Projektstandort wird ein(e) Koordinator(in) für das „Netzwerk für Eltern“ eingesetzt. Sie unterstützt die Familienhebammen, vermittelt weitergehende Hilfsangebote und berät die Eltern bei Bedarf. Diese Fachkraft ist zentrale Kontaktperson für alle Beteiligten des Netzwerks für Eltern.

Ausgewählte Zwischenergebnisse
Als bisheriges Resultat kann generell betont werden, dass das Projekt „Keiner fällt durchs Netz“ in allen Landkreisen sowie der Stadt Heidelberg erfolgreich implementiert werden konnte. Das Projekt wird von den teilnehmenden Familien sehr gut akzeptiert und die Nachfragesituation ist ebenfalls sehr gut. Des Weiteren war es an allen Standorten möglich, ein gut funktionierendes Netzwerk aufzubauen. Im Folgenden werden nun beispielhaft einige ausgewählte Daten dargestellt, um einen Einblick in die Strukturen des Projektes zu gewähren.

In den Jahren 2007 bis 2010 unterstützte „Keiner fällt durchs Netz“ in acht Landkreisen in Hessen und im (gesamten) Saarland 968 belastete Familien durch Familienhebammen oder Kinderkrankenschwestern. Insgesamt fanden in diesem Zeitraum 13.174 Hausbesuche statt, das entspricht einer Quote von ca. 14 projektfinanzierten Besuchen pro Familie.

Die bisherige Prozessevaluation hat gezeigt, dass für die Familien zu 80 Prozent psychosoziale Themen und lediglich zu 20 Prozent medizinische Versorgungsleistungen von besonderer Bedeutung sind. Aus den soziodemografischen Angaben der Familien, welche 2010 im Projekt teilgenommen haben (die im Folgenden dargestellten Daten beziehen sich auf das Bundesland Saarland, welches komplett in sechs Landkreisen durch „Keiner fällt durchs Netz“ betreut wird), lässt sich schließen, dass circa 60 Prozent in einer festen Partnerschaft leben, während rund 40 Prozent angaben, alleinstehend zu sein. Rund 20 Prozent der Mütter und Väter haben gar keinen Schulabschluss und rund 50 Prozent einen Hauptschulabschluss. Rund ein Drittel der Mütter berichteten, Komplikationen bei der Geburt gehabt zu haben.

Knapp 82 Prozent der Mütter und knapp 93 Prozent der Väter sind deutscher Nationalität. Die restlichen 18 bzw. 7 Prozent entfallen auf Personen mit italienischer, türkischer und russischer Nationalität, darüber hinaus befindet sich jeweils eine Person mit rumänischer, ukrainischer und spanischer Nationalität unter den betreuten Familien. Das Durchschnittsalter der Mütter liegt bei 24 Jahren, das der Väter bei 30 Jahren, 19 Prozent der vom Projekt betreuten Mütter sind minderjährig und fast zwei Drittel der Mütter unter 25 Jahre alt. Um den Besonderheiten der betreuten Familien, wie beispielsweise ein Migrationshintergrund oder die Minderjährigkeit der Eltern, gerecht zu werden, wurden im Verlauf des Projekts verschiedene Maßnahmen ergriffen. So wurden gezielt Familienhebammen mit Migrationshintergrund geschult und eingestellt. Die besonderen Bedürfnisse von Eltern im Teenageralter wurden neu in das Ausbildungscurriculum der Familienhebammen aufgenommen und es wurde eine Expertise erstellt, die sich mit diesem Thema und dessen praktischer Bedeutung für die Projektarbeit befasst.

Die Wirksamkeitsevaluation
Mit der Begleitforschung wird die Wirksamkeit von „Keiner fällt durchs Netz“ evaluiert und herausgearbeitet, welche Veränderungen im Einzelnen erzielt wurden. Um entwicklungsbedingte Veränderungen im Laufe des Interventionszeitraums von positiven Effekten der Intervention trennen zu können, wird ein Vergleich von sozial stark belasteten Familien, die eine Intervention bekommen (Interventionsgruppe mit 150 Personen), und solchen, die außerhalb des Projektgebietes wohnen und keine Intervention bekommen (Kontrollgruppe mit 150 Personen), durchgeführt. Untersucht werden hierbei unter anderem die sozio-emotionale Entwicklung des Kindes (erfasst durch den Ages & Stages Questionnaire, ASQ; Squires & Bricker, 2009) sowie die erlebte Stressbelastung der Eltern durch das Kind (erfasst durch den Parenting Stress Index, PSI; Abidin, 1997).

Es zeigte sich unter anderem, dass in der Interventionsgruppe nach einem Jahr eine positivere soziale Entwicklung des Kindes sowie eine geringere Stressbelastung der Mutter als in der Kontrollgruppe vorlagen. Daraus lässt sich ableiten, dass der Einsatz der Familienhebammen die soziale Entwicklung der Kinder fördert und die Stressbelastung der Mütter verringert. Vor allem das Selbsterleben der Mütter fällt in der Interventionsgruppe höher aus als in der Kontrollgruppe. Ebenfalls weisen die Ergebnisse darauf hin, dass die Arbeit der Familienhebammen zur Reduktion der depressiven Symptomatik der Mütter beiträgt und eine positive Wirkung auf die mitunter dysfunktionellen Mutter-Kind-Interaktionen hat. Die Effektstärken zugunsten der Interventionsgruppe liegen im schwachen bis mittleren Bereich und damit in einem für Interventionen im Rahmen der Frühen Hilfen erwartbaren Spektrum. Bei den hier berichteten Daten ist zu beachten, dass es sich um Zwischenergebnisse handelt, da die Erhebung noch nicht vollständig abgeschlossen ist.

Fazit
Alle Eltern möchten ihren Kindern gute Eltern sein, doch durch das Zusammenkommen unterschiedlicher Belastungsfaktoren und eingeschränkter (elterlicher) Ressourcen fällt es Eltern manchmal schwer, ihren Kindern eine bestmögliche Unterstützung zu bieten. Präventive Hilfen sollen Kinder in ihrer Entwicklung unterstützen, sie vor Gewalt schützen und elterliche Ressourcen mobilisieren. Das Präventionsprojekt „Keiner fällt durchs Netz“ möchte alle Eltern stärken, aber vor allem sozial hoch belastete Familien, indem es die Kontaktaufnahme, die Identifikation und die Vermittlung zu einem angemessenen Unterstützungsangebot in den bereits bestehenden Hilfestrukturen erlaubt. Durch niederschwellige Angebote und ein Netzwerk aus frühen Hilfen wird den Eltern der Zugang erleichtert, so dass tatsächlich alle Familien erreicht werden können und keiner durch das Netz in die Hilflosigkeit fällt. Dieses Präventionskonzept wird in den Landkreisen Offenbach, Werra-Meissner und Bergstraße in Hessen, im gesamten Saarland, im Neckar-Odenwald-Kreis und in der Stadt Heidelberg in Baden-Württemberg umgesetzt. In allen Landkreisen wurde ein „Netzwerk für Eltern“ entwickelt, welches einen Ort der Kooperation schafft, an dem alle am Prozess der Intervention beteiligten Institutionen zusammenkommen und der von jeweils einer/einem Koordinator(in) betreut wird. Insgesamt ca. 70 Familienhebammen arbeiten mittlerweile für das Projekt und nehmen regelmäßig an Netzwerktreffen und Fortbildungen teil. Der Abbau von Risikofaktoren und das Aufdecken und Stärken elterlichen Ressourcen stehen im Mittelpunkt des Netzes der Hilfsmöglichkeiten; und wenn dieses Netz gut miteinander verknüpft ist und zusammenhält, fällt vielleicht schon bald keiner mehr hindurch.

Svende Gehrke studiert Frühkindliche und Elementarbildung an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und ist seit 2009 tätig am Institut für Psychosomatische Kooperationsforschung und Familientherapie des Universitätsklinikums Heidelberg. Sie ist Mitarbeiterin im Präventionsprojekt „Keiner fällt durchs Netz“.

Lisa Hauptmann studiert Psychologie an der Universität Heidelberg. Sie ist Mitarbeiterin im Projekt „Keiner fällt durchs Netz” des Institits für Psychosomatische Kooperationsforschung und Familientherapie des Universitätsklinikums Heidelberg.

Dr. Anna Sidor ist Diplom-Psychologin und seit 2008 tätig am Institut für Psychosomatische Kooperationsforschung und Familientherapie am Universitätsklinikum Heidelberg. Sie leitet dort die Begleitforschung „PFIFF“ zum Präventionsprojekt „Keiner fällt durchs Netz“.

Dr. Andreas Eickhorst ist Diplom-Psychologe und seit 2007 tätig am Institut für Psychosomatische Kooperationsforschung und Familientherapie am Universitätsklinikum Heidelberg. Er koordiniert dort das Präventionsprojekt für junge Familien „Keiner fällt durchs Netz“.

Prof. Dr. Manfred Cierpka ist Arzt für Psychiatrie, Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalytiker sowie Familientherapeut. Er ist ärztlicher Direktor des Instituts für Psychosoziale Medizin des Universitätsklinikums Heidelberg.