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Unser ca. wöchentlich erscheinender Newsletter enthält Nachrichten rund um die Themen Kind, Familie, Gesellschaft und Politik.

Newsletter Nr. 21/2020 vom 20. Oktober 2020

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1. Corona-KiTa-Studie: Erste Ergebnisse liegen vor
2. Diakonie: Kindertagesbetreuung sichern! Corona-Schutzmaßnahmen wirkungsvoll gestalten
3.
UNICEF startet Kampagne #NiemalsGewalt für gewaltfreie Erziehung
4.
SOS-Kinderdorf: Corona-Pandemie verschärft die Folgen von Kinderarmut
5.
Bundeskabinett beschließt neues Jugendschutzgesetz
6.
Technische Universität München: Gesund essen – trotz Corona!
7.
Internationaler Tag zur Beseitigung von Armut: schnelle Hilfen für arme Familien bereitstellen
8.
Kommission zur Aufarbeitung des Kindesmissbrauchs: Sexueller Kindesmissbrauch im Sport
9.
ASH Berlin: Stellungnahme zum Bericht der Expert_innenkommission zur Bildungsqualität
10.
Griechenland: Selbst anerkannte Flüchtlinge landen laut SOS-Kinderdörfern auf der Straße
11.
Generation Kurzsichtig: Sehschwächen bei Kindern bleiben lange unentdeckt
12.
Diakonie Deutschland und EVA: Existenz der medizinischen Kuren in Gefahr

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1. Corona-KiTa-Studie: Erste Ergebnisse liegen vor

Aktuell ansteigende Corona-Fallzahlen verunsichern Eltern und Kita-Fachkräfte. Aber welche Rolle spielt die Kindertagesbetreuung im Infektionsgeschehen? Erste Ergebnisse liefert nun die Corona-KiTa-Studie, die das Bundesfamilienministerium und das Bundesgesundheitsministerium bereits im Frühjahr in Auftrag gegeben haben beim Deutschen Jugendinstitut und beim Robert Koch-Institut. Die Studie zeigt, wie Kitas und Kindertagespflegestellen bisher durch die Corona-Pandemie gekommen sind. Die wichtigsten Erkenntnisse haben Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf einer gemeinsamen Pressekonferenz am 16. Oktober vorgestellt: Weniger als ein Prozent der Kitas und Kindertagespflegestellen mussten in den letzten Wochen coronabedingt ganz oder teilweise schließen. Inzwischen werden in der Regel auch nicht mehr ganze Einrichtungen geschlossen, sondern nur die betroffenen Kita-Gruppen müssen zu Hause bleiben. In etwa einem Viertel der Einrichtungen gab es in den letzten Wochen mindestens einen Verdachtsfall, allerdings haben sich bislang nur sehr wenige als tatsächliche Infektionsfälle erwiesen.

Die Zahl der gemeldeten Ausbrüche in Einrichtungen pro Woche bewegen sich bislang im einstelligen Bereich – bei bundesweit über 57.000 Kitas. Knapp fünf Prozent des Personals in Kitas kann aktuell nicht in der Arbeit am Kind eingesetzt werden. Davon ist aber die Hälfte weiterhin in die mittelbare pädagogische Arbeit eingebunden, zum Beispiel für die Dokumentation.

Dr. Franziska Giffey: „Wenn über neue Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus entschieden wird, müssen die Bedürfnisse von Kindern und ihren Familien und der Bildungsauftrag von Kitas, Kindertagespflege und Schulen berücksichtigt werden. Inzwischen können wir dank der Corona-KiTa-Studie auf wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zurückgreifen. Wir brauchen verlässliches Wissen über die Kindertagesbetreuung in der Corona-Pandemie, damit wir verhältnismäßig reagieren können. Aktuell weist die Studienlage darauf hin, dass Kinder im Kitaalter nicht die Infektionstreiber sind. Wir wollen dieses Wissen weiter ausbauen – denn das Ziel bleibt: keine erneuten flächendeckenden Kita-Schließungen.“

Interaktive Broschüre mit Praxistipps für Kitas und Kindertagespflege: Dass der Regelbetrieb bisher gut angelaufen ist, liegt auch an dem großen Engagement der Kita-Fachkräfte vor Ort. Sie haben kreative Lösungen gefunden, wie sie Kinder in der Corona-Pandemie weiter gut fördern und stärken und die Familien unterstützen können – egal ob mit digitalen Teamfortbildungen oder mit Wegeleitsystemen in Kita-Fluren. Diese und mehr Praxistipps sind gesammelt worden in der neuen interaktiven Broschüre „Kitas in Zeiten der Corona-Pandemie – Praxistipps für die Kindertagesbetreuung im Regelbetrieb“ des Bundesfamilienministeriums und des Bundesgesundheitsministeriums. Sie enthält auch wichtiges Hintergrundwissen und Links zu den Vorgaben der Länder oder zu aktuellen Studien. Die Broschüre wird fortlaufend aktualisiert.

Für die Umsetzung des Regelbetriebs in der Kindertagesbetreuung und den Infektionsschutz sind die Bundesländer verantwortlich. Der Bund unterstützt sie dabei auch mit dem 5. Investitionsprogramm zum Ausbau der Kindertagesbetreuung und dem Corona-KiTa-Rat.

Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 16.10.2020

 

2. Diakonie: Kindertagesbetreuung sichern! Corona-Schutzmaßnahmen wirkungsvoll gestalten

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn äußern sich morgen in einer Pressekonferenz zu Kitas in der Corona-Pandemie. Die Diakonie plädiert für wirkungsvolle Corona- Schutzmaßnahmen und Regelungen in der Kindertagesbetreuung. Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland: „Wir müssen alles dafür tun, dass auch bei steigenden Infektionszahlen die Kindertagesbetreuung gesichert bleibt! Die flächendeckende Schließung der Kitas und Schulen zu Beginn der Pandemie hat Familien und den Kindern enorm viel abverlangt. Wir dürfen Eltern nicht noch einmal im Regen stehen lassen und Kinder nicht schon in ihrer frühkindlichen Bildung benachteiligen. Es ist den engagierten Erzieherinnen und Erziehern zu verdanken, dass mittlerweile alle Kinder wieder in die Kita gehen können. Träger und Einrichtungen haben in dieser schwierigen Zeit einen hervorragenden Job gemacht und die notwendigen Corona-Schutzmaßnahmen wirkungsvoll umgesetzt.

Angesichts der steigenden Infektionszahlen sind Häufungen in der Kindertagesbetreuung nicht ausgeschlossen. Dazu brauchen wir jetzt ein überzeugendes Konzept mit einheitlichen Regelungen und Maßnahmen in den Bundesländern zum Schutz vor COVID-19-Infektionen in der Kindertagesbetreuung.

Unerlässlich ist eine Teststrategie für alle Bildungseinrichtungen. Es kann nicht sein, dass die Testregelungen für Fachkräfte aus Kitas und das Personal der Schulen unterschiedlich sind. Das sorgt nicht nur für Unklarheit, sondern auch für viel Unverständnis. Durch die Corona-Pandemie hat sich die enge Personalsituation noch verschärft. Um die Corona-Schutzmaßnahmen und Regelungen im Kita-Alltag auch umsetzen zu können und Ausfälle von Fachkräften zu kompensieren, brauchen wir dringend mehr Personal. Wir müssen unbedingt verhindern, dass Einrichtungen wieder komplett schließen müssen. So weit darf es nicht kommen!“

Quelle: Pressestelle der Diakonie Deutschland über diakonie-news.de vom 15. Oktober 2020

 

3. UNICEF startet Kampagne #NiemalsGewalt für gewaltfreie Erziehung

Mit einem aufrüttelnden Video ruft UNICEF Deutschland dazu auf, alltägliche Gewalt gegen Kinder nicht länger hinzunehmen. Es bildet den Auftakt der UNICEF-Kampagne #NiemalsGewalt. Ziel ist es, Eltern, Lehrende, Erziehende sowie Bürgerinnen und Bürger zu sensibilisieren, beim Thema Gewalt genauer hinzusehen und sich für das Recht jedes Kindes auf gewaltfreie Erziehung einzusetzen.

Der Film macht die weitgehend unsichtbaren Demütigungen und Misshandlungen, denen unzählige Mädchen und Jungen auf der ganzen Welt jeden Tag ausgesetzt sind, sichtbar. Bewusst verzichtet das Video auf reale Gewaltszenen. In subtilen Bildern vermittelt es eindringlich, wie sich die Erfahrung von körperlicher Gewalt, Erniedrigung, Anschreien oder Verachtung tief in Körper und Seele von Kindern einschreibt und Spuren hinterlässt. UNICEF ruft dazu auf, das Video unter dem Hashtag #NiemalsGewalt zu teilen.

„Alltägliche Gewalt gegen Kinder vollzieht sich meist unsichtbar hinter verschlossenen Türen. Deshalb wird sie oft verdrängt oder übersehen, doch die betroffenen Mädchen und Jungen spüren die Folgen ein Leben lang,“ sagte Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland. „Auch scheinbar leichte Formen der physischen oder psychischen Misshandlung gefährden die Entwicklung von Kindern. Gewalt gegen Kinder ist unter keinen Umständen akzeptabel. ‚Niemals Gewalt‘ – diese Forderung von Astrid Lindgren aus dem Jahr 1978 ist heute aktueller denn je!“

„Leider hat Misshandlung viele Gesichter. Und meist ignorieren wir die bleibenden Spuren, die sie für Kinder hinterlassen kann“, sagte der amerikanische Regisseur Jared Knecht. „Wir wollen den Menschen die oft unsichtbaren Folgen von Gewalt bewusstmachen – aus Sicht der Kinder, ohne Gewalt selbst zu zeigen. Wir wünschen uns, dass dadurch viele Menschen alltägliche Gewalt neu wahrnehmen und ihren Umgang mit Kindern überdenken.“ Knecht hat die von der Agentur BBDO Düsseldorf entwickelte Idee für UNICEF filmisch inszeniert.

Bis heute wird Gewalt gegen Kinder – weltweit wie in Deutschland – viel zu oft stillschweigend akzeptiert, heruntergespielt oder sogar gerechtfertigt. Betroffene Mädchen und Jungen haben häufig niemanden, dem sie sich anvertrauen können oder werden nicht ernst genommen. Dabei können die Folgen für die Kinder verheerend sein: Gewalt gegen Kinder kann tiefe Spuren hinterlassen. Dies gilt auch für die am wenigsten sichtbaren und gleichzeitig häufigsten Gewaltformen wie emotionale Misshandlung und Vernachlässigung.

Das Ausmaß alltäglicher Gewalt gegen Kinder ist bis heute erschreckend:

  • Weltweit erleben drei von vier Kindern zwischen zwei und vier Jahren körperliche oder psychische Gewalt durch ihre Eltern oder andere Erziehende.
  • Schätzungsweise 1,1 Milliarden Eltern und Erziehende weltweit halten körperliche Bestrafungen für ein notwendiges Mittel in der Erziehung von Kindern.
  • In Deutschland berichteten laut einer Studie im Jahr 2017 31 Prozent der Befragten, dass sie eine Form von Misshandlung mit mindestens moderatem Schweregrad erfahren hatten.

Quelle: Pressestelle UNICEF Deutschland vom 15. Oktober 2020

 

4. SOS-Kinderdorf: Corona-Pandemie verschärft die Folgen von Kinderarmut

Armut hat viele Gesichter und trifft Kinder und Jugendliche als schwächste Mitglieder der Gesellschaft besonders hart – darauf möchte SOS-Kinderdorf e.V. zum Welttag zur Beseitigung der Armut am 17. Oktober aufmerksam machen. Die aktuellen Zahlen geben Grund zur Beunruhigung: Nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung prägt Armut den Alltag von mehr als einem Fünftel aller Kinder in Deutschland, das sind 21,3 Prozent bzw. 2,8 Mio. Kinder und Jugendliche unter 18. Die Corona-Pandemie verschärft die Lage zusätzlich: Geldnöte entstehen durch den plötzlichen Verlust von Arbeitsplätzen und Konflikte in Familien eskalieren auf engem Wohnraum schneller. An der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule in Berlin-Moabit erlebt Anne Luther, Schulsozialarbeiterin beim SOS-Kinderdorfverein, täglich unmittelbar die Auswirkungen von stark ausgeprägter sozialer Ungleichheit. Im Interview gibt sie einen Einblick in ihren Alltag vor Ort.

Mehr Informationen unter: https://www.sos-kinderdorf.de/portal/ueber-uns/presse/pressemitteilungen/corona-pandemie-verschaerft-die-folgen-von-kinderarmut-90718

Quelle Pressemitteilung von SOS-Kinderdorf vom 14.10.2020

 

5. Bundeskabinett beschließt neues Jugendschutzgesetz

Zocken, chatten, posten: Nicht erst seit den coronabedingten Einschränkungen ist es für Kinder und Jugendliche selbstverständlich, digitale Medien in ihrem Alltag zu nutzen. Im digitalen Raum verbringen sie viel Zeit. Dort tauschen sie sich aus, spielen, hören Musik. Dabei werden sie aber sehr häufig auch mit Bildern, Videos oder Kommentaren konfrontiert, die sie ängstigen. 41 Prozent der Kinder und Jugendlichen fühlen sich im Internet gemobbt, beschimpft und beleidigt oder massiv von Fremden belästigt und bedrängt.

Um diesen Risiken wirksam zu begegnen, hat das Bundeskabinett heute den von Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey vorgelegten Entwurf eines modernen Jugendschutzgesetzes beschlossen. Das neue Jugendschutzgesetz schafft Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Interaktionsrisiken wie Mobbing, sexueller Anmache oder Kostenfallen, Orientierung für Eltern, Fachkräfte und Jugendliche durch einheitliche Alterskennzeichen, Durchsetzung der Regelungen auch gegenüber ausländischen Anbietern, die Kinder und Jugendliche besonders viel nutzen.

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey: „Unser Jugendschutz ist veraltet und im Zeitalter von CD-ROM und Videokassette stehengeblieben. Mit dem neuen Jugendschutzgesetz sorgen wir nun für Regelungen im digitalen Zeitalter. Es passt zu den heutigen technischen Möglichkeiten und es hat die verschiedenen Interaktionsrisiken, die das Internet für Kinder und Jugendliche mit sich bringt, im Blick: Belästigungen, Beleidigungen, Abzocke – denen begegnen wir mit dem Update für den Jugendmedienschutz. Kinder und Jugendliche werden besser geschützt, weil Anbieter von Spielen oder sozialen Netzwerken zu altersgerechten Voreinstellungen verpflichtet werden. Verstöße werden in letzter Konsequenz mit Bußgeldern geahndet. Und Eltern, pädagogische Fachkräfte und die Kinder und Jugendlichen selbst bekommen klare Orientierungshilfen, etwa durch einheitliche Alterskennzeichnungen. In der ‚analogen‘ Welt steht ein effektiver Jugendschutz seit Jahrzehnten außer Frage. Das soll und wird nun auch im Netz umgesetzt.“

Wir stellen sicher, dass Filme oder Spiele die gleiche Alterseinstufung bekommen, egal, ob sie online gestreamt oder im Geschäft an der Ladentheke gekauft werden. Wir sorgen außerdem dafür, dass bei Alterseinstufungen auch Zusatzfunktionen eines Spiels berücksichtigt werden und nicht nur auf den Inhalt abgestellt wird. Insbesondere Kontaktmöglichkeiten, die zu Cybermobbing, Anmache und Missbrauch führen können, und Kostenfallen etwa durch Loot Boxes und glücksspielsimulierende Elemente in Games können zu einer höheren Alterseinstufung führen. Das ist wichtig und auch dringend notwendig, da etwa Chatfunktionen ein Einfallstor für sexuelle Belästigung, das sogenannte Cybergrooming, durch Erwachsene sind.

Über verpflichtende Vorsorgemaßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen bei der Nutzung von Social-Media-Diensten werden auch die Anbieter stärker in die Verantwortung genommen. „Eltern und Kinder müssen Risiken wie Cybergrooming und Cybermobbing kennen und wissen, was sie in diesem Fall tun können. Vor allem aber stehen die Anbieter in der Verantwortung, Kinder und Jugendliche vor diesen Interaktionsrisiken zu schützen. Mit unserem Gesetzentwurf werden nationale wie internationale Anbieter in die Pflicht genommen, geeignete Schutzkonzepte wie altersgerechte Voreinstellungen und Hilfs- und Beschwerdesysteme für ihre jungen Nutzerinnen und Nutzer zu entwickeln und umzusetzen“, so Ministerin Giffey.

Die bisherige Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien wird zu einer modernen Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz ausgebaut. Die Bundeszentrale wird dafür zuständig sein, sicherzustellen, dass die vom Gesetz erfassten Plattformen ihren systemischen Vorsorgepflichten (z.B. sichere Voreinstellungen, Beschwerde- und Hilfesystem) nachkommen. Sie soll Verstöße auch gegenüber ausländischen Anbietern ahnden. Mit der Bundeszentrale werden klare Strukturen im Kinder- und Jugendmedienschutz geschaffen. Die Länder bleiben für die inhaltsbezogenen Maßnahmen im Einzelfall zuständig, der Bund nimmt das Massenphänomen Interaktionsrisiken und eine systemische Vorsorge in den Fokus.

Der Entwurf wird nachdrücklich unterstützt von UBSKM, vom Antisemitismusbeauftragten des Bundes, von der Drogenbeauftragten, von Ärzte-, Kinderschutz-, Familien- und Jugendverbänden, von UNICEF und von Kirchen. Wenn Bundestag und Bundesrat das Gesetz verabschieden, könnten die neuen Regelungen bereits im Frühjahr 2021 in Kraft treten.

Quelle: Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums vom 14.10.2020

 

6. Technische Universität München: Gesund essen – trotz Corona!

Wie haben sich die Ess-, Trink- und Bewegungsgewohnheiten von Kindern seit Beginn der Corona-Pandemie verändert? Diesem Thema haben sich Experten des Else Kröner-Fresenius-Zentrums für Ernährungsmedizin (EKFZ) an der Technischen Universität München (TUM) gewidmet. Rund die Hälfte der zehn- bis 14-jährigen Kinder bewegen sich der Studie zufolge weniger. Vor allem die älteren Kinder essen seit dem Lockdown auch mehr Süßes und Salziges. Die Studie markiert den Startpunkt für den neuen Themenschwerpunkt „Ernährung im Kindesalter“ am EKFZ.

Seit Beginn der Corona-Pandemie essen Kinder mehr Süßigkeiten wie Schokolade, Gummibärchen, Kekse und Eis aber auch Obst. Dies ist eines der Ergebnisse einer Umfrage, die das EKFZ gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut Forsa durchgeführt hat. Vor allem Jungen konsumieren demnach häufiger als vor der Pandemie Knabberartikel (20 Prozent), Süßigkeiten (22 Prozent) und Softdrinks (12 Prozent). Insbesondere zehn- bis zwölfjährige Kinder konnten während des Lockdowns süßen (23 Prozent) oder salzigen (28 Prozent) Versuchungen seltener widerstehen.

Das Forschungsteam befragte im September 2020 für die Studie 1.000 Elternteile von Kindern bis 14 Jahren. 38 Prozent geben an, ihr Kind habe sich seit Beginn der Pandemie weniger bewegt. Besonders häufig (57 Prozent) ist dies bei zehn- bis 14-Jährigen der Fall. Eine Zunahme des Körpergewichts ist besonders bei zehn- bis zwölfjährigen Kindern zu beobachten, wobei Jungen doppelt so häufig (27 Prozent) betroffen sind wie Mädchen (14 Prozent).

„Wenn Kalorienaufnahme und -verbrauch langfristig auseinanderklaffen, kann dies Übergewicht begünstigen, weshalb die Entwicklung des Körpergewichts von Kindern im weiteren Verlauf der Corona-Pandemie beobachtet werden sollte“, sagt Hans Hauner, Professor für Ernährungsmedizin an der TUM und Direktor des EKFZ. Dies sei vor allem vor dem Hintergrund zu sehen, dass in Deutschland mindestens jedes sechste Kind übergewichtig ist und sich der Anteil von Kindern mit Adipositas in den vergangenen Jahrzehnten stark erhöht hat.

„Unser Lebensstil spielt eine entscheidende Rolle bei ernährungs-mitbedingten Erkrankungen“, sagt Heiko Witt, Professor für Pädiatrische Ernährungsmedizin an der TUM. Auch unter Pandemiebedingungen hat die Stoffwechsel- und Ernährungsforschung neben der Infektiologie eine besondere Bedeutung.

Quelle: Pressemitteilung der Technische Universität München vom 16.10.20

 

7. Internationaler Tag zur Beseitigung von Armut: schnelle Hilfen für arme Familien bereitstellen

Anlässlich des morgigen Internationalen Tages zur Beseitigung von Armut fordert das ZFF verbesserte Leistungen für Familien und Kinder in prekären Lebenslagen. Hierzu erklärt Britta Altenkamp, Vorsitzende des ZFF: „Gerade vor dem Hintergrund steigender Infektionszahlen, neuer Kontaktbeschränkungen und der Gefahr zunehmender wirtschaftlicher und sozialer Krisenfolgen ist es unerlässlich, endlich schnelle Hilfen für arme Familien bereit zu stellen. Denn die Schwächeren in der Gesellschaft tragen derzeit eine Last, die sie kaum noch schultern können. Viele arme Eltern sind ohnehin erschöpft, denn sie versuchen mit aller Kraft, dass ihre Kinder möglichst wenig unter ihrer Geldnot leiden. In Zeiten der Corona-Pandemie wird dies fast unmöglich. Es fehlt an Geld für neue technische Endgeräte und es fehlt an Raum für die Kinder und Jugendlichen, um in Ruhe Schularbeiten zu machen oder ungestört zu lesen. Viele Eltern fühlen sich darüber hinaus überfordert, die Aufgaben von Schule und Hort zu Hause mit ihren Kindern allein zu bewältigen und ihre Kinder entsprechend zu fördern.“

Altenkamp fährt fort: „Angesichts der aktuellen Krisensituation muss daher sichergestellt werden, dass die Regelsätze krisenbedingt aufgestockt und alle Kinder und Jugendlichen über technische Endgeräte verfügen, die für ein reibungsloses Lernen zu Hause geeignet sind. Auch braucht es verstärkt Infrastrukturangebote, wie etwa die Familienbildung, die Familien bei der Bewältigung ihrer täglichen Aufgaben in dieser Ausnahmesituation unterstützen können.“

Darüber hinaus appelliert das ZFF an die Politik, endlich konkret über eine Reform der Familienförderung nachzudenken. Seit 2009 setzt sich das ZFF gemeinsam mit einem breiten Bündnis für eine Kindergrundsicherung ein, die viele Familienleistungen bündelt, das derzeitige System vom Kopf auf die Füße stellt und alle Kinder besser fördert!“

Quelle: Pressemitteilung des Zukunftsforum Familie vom 16.10.2020

 

8. Kommission zur Aufarbeitung des Kindesmissbrauchs: Sexueller Kindesmissbrauch im Sport

Sexuelle Gewalt geschieht in allen Lebensbereichen von Kindern und Jugendlichen – auch im Sport. Doch sexueller Kindesmissbrauch im Breiten- und Leistungssport ist weitgehend tabuisiert. Die Aufarbeitung zurückliegender Fälle soll Antworten geben auf Fragen wie: Welche Strukturen im Sport begünstigen Missbrauch? Wie war der Umgang mit betroffenen Kindern und Jugendlichen damals und wie ist er mit heute erwachsenen Betroffenen? Warum kostet es ehemalige Sportlerinnen und Sportler große Überwindung, über sexualisierte Gewalt zu sprechen? Wie geht es Betroffenen heute?

Diese Fragen werden heute beim 4. Öffentlichen Hearing „Sexueller Kindesmissbrauch im Sport“ der Kommission gemeinsam mit Betroffenen und weiteren Expertinnen und Experten aus Sport, Politik und Wissenschaft diskutiert. Prof. Dr. Sabine Andresen, Vorsitzende der Kommission: „Fast 100 Menschen haben sich bei uns gemeldet, die selbst betroffen sind oder als Angehörige, Freunde oder Mitarbeitende in Vereinen von sexuellem Kindesmissbrauch im Sport berichtet haben. Jede einzelne dieser Geschichten ist wichtig. Wissen und Erfahrungen von Betroffenen sind für die Aufarbeitung im Sport zentral. Die Kommission erwartet, dass Verantwortliche im Sport das Recht von heute erwachsenen Betroffenen auf Aufarbeitung anerkennen und umsetzen.“

Das Hearing will darum insbesondere auf die notwendige Anerkennung und Unterstützung für heute erwachsene Betroffene im Sport aufmerksam machen. Damit verbindet die Kommission folgende Ziele: Enttabuisierung des Themas, Einrichtung unabhängiger Ansprechstellen, Anerkennung der Folgen von sexualisierter Gewalt, Zugang zu Hilfen und Unterstützung, Unabhängige Aufarbeitung vergangener Fälle in Sportinstitutionen.

Quelle: Pressemitteilung der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs vom 13.10.2020

 

9. ASH Berlin: Stellungnahme zum Bericht der Expert_innenkommission zur Bildungsqualität

Am vergangenen Mittwoch stellte eine Expert_innenkommission zur Bildungsqualität ihren Abschlussbericht der Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Sandra Scheeres, vor. Der Bericht bezieht sich auf insgesamt sechs Handlungsfelder, darunter auch auf die Frühe Bildung. Zum Inhalt des Kapitels Frühe Bildung haben Professor_innen des Studiengangs Erziehung und Bildung in der Kindheit (EBK) der Alice Salomon Hochschule (ASH) Berlin nun Stellung genommen.

Die Autor_innen der Stellungnahme unterstützen die Empfehlung der Expert_innenkommission, die Strukturqualität zu verbessern. „Eine Verbesserung des Fachkraft-Kind-Schlüssels, eine Verbindlichkeit der Vorgaben für Vor- und Nachbereitungszeit sowie verbindliche Vorgaben zur Fort- und Weiterbildung aller pädagogischen Fachkräfte halten auch wir für sinnvoll. Als grundlegende Bausteine guter Qualität sind strukturelle Bedingungen unerlässlich“, so Prof. Dr. Rahel Dreyer, die gemeinsam mit Prof. Dr. Corinna Schmude den Studiengang Erziehung und Bildung in der Kindheit an der ASH Berlin leitet und eine der Autor_innen der Stellungnahme ist. In ihrer Stellungnahme fordern die EBK-Professor_innen die Etablierung eines Bildungsbegriffs, der sich auf die gesamte Kindheit und Jugend bezieht und bildungsbereichs- sowie institutionenübergreifend gedacht ist. Weiterhin betonen die Verfasser_innen, dass sie die empfohlene Weiterentwicklung der externen Evaluation als sinnvoll erachten und bieten an, diese Evaluation zu übernehmen. Darüber hinaus bieten sie ihre Mitarbeit im Bereich der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung in der geplanten Bildungskommission an. „Wir begrüßen die anvisierte Einrichtung einer Bildungskommission. Gern stellen wir unsere Expertise zur Verfügung, um als Partner des Senats die Qualität der frühkindlichen Bildung mitzugestalten und nach vorne zu bringen“, so Rahel Dreyer.

Sie bieten zudem ihr Knowhow und ihre Beratung an, an Aus-, Fort- und Weiterbildungskonzepten mitzuarbeiten. „Wir freuen uns, dass die Expert_innenkommission unseren Studiengang Erziehung und Bildung in der Kindheit als ‚Vorreiter insbesondere bei der Diskussion um die Akademisierung sowie bei der Etablierung frühpädagogischer Studiengänge‘ und ‚Referenzmodell in ganz Deutschland‘ wertschätzt“, so Dreyer. Die Expertenkommission Schulqualität wurde 2019 vom Senat Berlin einberufen wurde, um hinsichtlich möglicher Änderungen der bisherigen Bildungspolitik zu beraten. Ziel war die Erarbeitung wissenschaftlich fundierter Empfehlungen, wie die Lehr- und Lernprozesse auf den unterschiedlichen Bildungsetappen von der Kita bis zur Lehrkräftefortbildung so gestaltet werden können, dass erfolgreiches Lernen stattfindet und zugleich Ungleichheiten im Bildungssystem reduziert werden.

Quelle: Referat Hochschulkommission der Alice Salomon Hochschule Berlin vom 13. Oktober 2020

 

10. Griechenland: Selbst anerkannte Flüchtlinge landen laut SOS-Kinderdörfern auf der Straße

Selbst anerkannten Flüchtlingen droht in Griechenland nach Angaben der SOS-Kinderdörfer ein Leben in Not und Armut. „Kinder und Familien werden aus den Lagern vertrieben, sobald ihr Antrag bewilligt wird“, sagt Popi Gkliva, Nothilfekoordinatorin der SOS-Kinderdörfer in Griechenland. Seit einer Gesetzesänderung vom Mai müssten die Betroffenen innerhalb von 30 Tagen die Unterkunft verlassen und auf eigenen Füßen stehen. Popi Gkliva sagt: „Die Menschen haben keine Arbeit, kein Zuhause, keine Schulen für ihre Kinder. Selbst Familien mit Kleinkindern leben auf der Straße.“ Ein Großteil der Geflüchteten sei traumatisiert und bräuchte dringend psychosoziale Unterstützung. Zwar hätten sie einen gesetzlichen Anspruch auf Sozialleistungen, aber die bürokratischen Hürden seien extrem hoch. „Viele Eltern sind erschöpft und geben auf. Sie fühlen sich selbst nicht sicher und unterstützt, wie sollen sie da ihren Kindern helfen?“, sagt Popi Gkliva. Die SOS-Nothilfekoordinatorin befürchtet, dass die Situation in den nächsten Monaten noch eskalieren wird. Die Regierung habe angekündigt, Tausende weiterer Menschen aufs Festland zu bringen – ohne einen Plan zur Integration. Nach dem Brand des Lagers Moria auf Lesbos im September sei die Situation angespannter denn je. Auch die Konflikte mit den Einheimischen würden zunehmen, unter ihnen sei die Not ebenfalls groß: Viele griechische Familien litten nach wie vor unter den Folgen der 2010 begonnenen Finanzkrise, dazu kämen die wirtschaftlichen Einbrüche im Zuge der Corona-Maßnahmen. „Die Lösung kann nur darin bestehen, sowohl die Geflüchteten als auch die notleidende griechische Bevölkerung zu unterstützen. Nur dann kann Integration gelingen!“, sagt die Nothilfekoordinatorin. Kinder, egal welcher Herkunft, hätten ein Recht auf ein menschenwürdiges Leben. Dies zu garantieren, sei die Verpflichtung aller. Die SOS-Kinderdörfer unterstützen in Griechenland sowohl Geflüchtete als auch die notleidende griechische Bevölkerung. Unter anderem leisten sie psychosoziale Hilfe, Unterstützung bei der Bildung und stärken Familien, sodass diese ihr Leben aus eigener Kraft beschreiten können.

Quelle: Pressemeldung der SOS-Kinderdörfer weltweit vom 11.10.20

 

11. Generation Kurzsichtig: Sehschwächen bei Kindern bleiben lange unentdeckt

Mehr als jeder vierte junge Mensch in Deutschland ist kurzsichtig – Tendenz stark steigend. Vor allem die zunehmende Nutzung von Smartphone & Co wird für den Anstieg verantwortlich gemacht. Gleichzeitig werden 60 Prozent der Sehschwächen von Kindern zu spät erkannt. Umso wichtiger ist es, gerade die Augen der „Generation Kurzsichtig“ regelmäßig untersuchen zu lassen. Darauf macht das „Kuratorium Gutes Sehen“ anlässlich der „Woche des Sehens“ vom 8. bis 15. Oktober aufmerksam. „Die Zukunft im Auge behalten – Chancen der Früherkennung nutzen“ lautet das Motto der diesjährigen Woche. Selten war der Aufruf zum Sehtest bei Kindern und Jugendlichen dringlicher als heute. So weisen Wissenschaftler seit Jahren darauf hin, dass die intensive Nutzung von digitalen Geräten Kinderaugen schadet, weil sie die Augen einseitig auf das Sehen in der Nähe konditioniert. Das Risiko kurzsichtig zu werden ist bei Kids, die weniger als eine Stunde täglich draußen verbringen, mehr als doppelt so hoch als bei denen, die mehr als zwei Stunden im Freien sind. Die Corona-bedingten Schulschließungen im Frühjahr haben den Trend zum Digitalen noch verstärkt. Einer Studie zufolge stieg die Verweildauer in den sozialen Medien in dieser Zeit werktags um 66 Prozent, die Nutzungsdauer von Online-Spielen sogar um 75 Prozent. Die Folge: Noch weniger „augenfreundliches“ Tageslicht, noch mehr „digitaler Sehstress“.

Kinder müssen das Sehen erst lernen. Jedes Sehdefizit kann also zu einer Sehentwicklungsstörung führen. Leider gibt die Augenprüfung im Rahmen der U7a-Untersuchun keine 100-prozentige Sicherheit: kleinwinkliges Schielen oder eine einseitige Sehschwäche lassen sich nur bei einer augenärztlichen Untersuchung entdecken. Eltern ist deshalb anzuraten, ihr Kind vor dem dritten Lebensjahr einem Augenarzt vorzustellen; noch früher, wenn Anzeichen für eine krankhafte Veränderung des Auges vorliegen, das Kind auffälliges Verhalten zeigt oder in der Familie eine starke Fehlsichtigkeit bekannt ist.

Da sich Kurzsichtigkeit meistens erst zwischen dem 7. und 20. Lebensjahr entwickelt, sind regelmäßige Sehtests während der Schulzeit wichtig; besonders dann, wenn die Eltern eine Brille tragen. Ohne Korrektur sind kurzsichtige Kinder im Straßenverkehr oder beim Radfahren stark gefährdet. Aus diesem Grund sollten sie sofort zum Augenarzt, wenn sie im Verkehr unsicher sind, in der Schule die Schrift an der Tafel schlecht erkennen, ungern lesen oder über Anstrengungsbeschwerden bei der Naharbeit klagen.   Um einen weiteren Anstieg der Kurzsichtigkeit rechtzeitig zu erkennen, müssen alle bereits kurzsichtigen Kinder und Jugendliche einmal jährlich zur Kontrolle; alle anderen, mit Normal-, Weitsichtigkeit oder ohne Auffälligkeiten, alle drei Jahre. Viele Kurzsichtigkeiten werden übrigens erst beim Führerscheinsehtest entdeckt, eine Weitsichtigkeit fällt dagegen oft nicht auf.

Quelle: Pressemitteilung des Kuratoriums Gutes Sehen e.V. vom 7. Oktober 2020

 

12. Diakonie Deutschland und EVA: Existenz der medizinischen Kuren in Gefahr

Während die Corona Pandemie anhält und sich weiter zuspitzt, ist der Schutzschirm für die medizinische Kuren – Rehabilitation und Vorsorge – Ende September ausgelaufen. Bis zum 30. September erhielten die Vorsorge- und Reha-Kliniken bis zu 60 Prozent Ausgleichszahlungen für pandemiebedingte Belegungsausfälle. Viele Einrichtungen sind nach wie vor in ihrem Betrieb stark eingeschränkt und mit drastischen Mindereinnahmen und Mehrausgaben konfrontiert. Dadurch sind zahlreiche Kliniken akut in ihrer Existenz bedroht. Das trifft in ganzer Härte auf die Einrichtungen des Müttergenesungswerks zu, die ausschließlich von den Krankenkassen belegt werden.

Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland: „Die Kuren für Mütter, Mutter und Kind oder Vater und Kind sind gerade jetzt wichtig, damit Eltern den anstrengenden Alltag unter Pandemie Bedingungen bewältigen können.“ Antje Krause, Vorsitzende des Evangelischen Fachverbands für Frauengesundheit (EVA): „Durch den Wegfall des Rettungsschirms sind die Kliniken in ihrer Existenz gefährdet. Damit fällt ein wichtiges gesundheitliches und systemrelevantes Angebot für Mütter, Väter und auch pflegende Angehörige weg. Aber auch Arbeitsplätze und medizinische Kompetenznetzwerke sind in Gefahr.“

Die Diakonie Deutschland und der Evangelische Fachverband für Frauengesundheit (EVA) setzen sich dafür ein, dass der Rettungsschirm bis zum 31. März 2021 verlängert wird. Außerdem sollte im Sozialgesetzbuch geregelt werden, dass im Fall einer Pandemie Vereinbarungen zwischen Kostenträger und Leistungserbringer über einrichtungsbezogene Vergütungsanpassungen zu regeln sind. „Die Zukunft der Kurkliniken muss jetzt gesichert werden“, so Loheide und Krause. Um Bundesgesundheitsminister Jens Spahn von der Dringlichkeit des Anliegens zu überzeugen, wurde eine Online-Petition gestartet:

https://www.change.org/FamilienRettungsschirm

Quelle: Pressemitteilung Diakonie Deutschland vom 13. Oktober 2020

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