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Unser ca. wöchentlich erscheinender Newsletter enthält Nachrichten rund um die Themen Kind, Familie, Gesellschaft und Politik.

Deutsche Liga für das Kind

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Newsletter Nr. 7/2020 vom 22. Mai 2020

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1. Kinderrechte ins Grundgesetz: Aktionsbündnis Kinderrechte veröffentlicht Erklärvideo
2. Corona-Entschädigungen für Eltern: Die Politik darf Alleinerziehende nicht vergessen!
3.
eaf: Lohnfortzahlung für Eltern fortsetzen!
4.
Deutsches Kinderhilfswerk: Schulen und Kitas umgehend und vollständig öffnen
5.
Kinder und Jugendliche in Unterkünften für geflüchtete Menschen brauchen Schutz, Förderung und Teilhabe
6.
Bundesweiter Aktionstag am 16. Juni 2020: „Tag der kleinen Forscher“ – Mitmachtag mal anders
7
. World Vision fordert: Waffenexporte durch Friedensinitiative ersetzen

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1. Kinderrechte ins Grundgesetz: Aktionsbündnis Kinderrechte veröffentlicht Erklärvideo

Die Rechte von Kindern werden in Deutschland nicht ausreichend berücksichtigt. Die mangelnde Berücksichtigung der Interessen von Kindern im Zusammenhang mit COVID-19 hat dies erneut vor Augen geführt. Deshalb gehören Kinderrechte ins Grundgesetz. Warum das so wichtig ist, zeigt ein Erklärvideo des Aktionsbündnis Kinderrechte (UNICEF, Deutscher Kinderschutzbund, Deutsches Kinderhilfswerk, in Kooperation mit der Deutschen Liga für das Kind). Das Video wird anlässlich des Tages des Grundgesetzes am 23. Mai veröffentlicht und ist hier zu finden.

Quelle: Meldung der Deutschen Liga für das Kind vom 20. Mai 2020

 

2. Corona-Entschädigungen für Eltern: Die Politik darf Alleinerziehende nicht vergessen!

Angesichts der Debatte um die Verlängerung der Entschädigungszahlungen für Eltern, die ohne Kinderbetreuung in der Corona-Krise nicht arbeiten können, fordert der VAMV die Politik auf, schnellstmöglich eine Perspektive für die finanzielle Absicherung von Alleinerziehenden zu schaffen.

Die Vorsitzende des Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV), Daniela Jaspers, erklärt hierzu: „In Paarfamilien haben zwar zwei die Möglichkeit, Entschädigungszahlungen je sechs Wochen und damit für die doppelte Zeit zu erhalten. Für Alleinerziehende laufen die sechs Wochen jetzt aber ersatzlos aus. Einelternfamilien, die keine erweiterte Notbetreuung nutzen können oder deren Vereinbarkeitsprobleme trotz Notbetreuung nicht gelöst sind, wissen damit nicht, wie sie in den kommenden Wochen über die Runden kommen sollen. Fehlende Kinderbetreuung, Homeoffice, Homeschooling und Einkommenseinbußen sind schon jetzt für Alleinerziehende die ultimative Zerreißprobe.“

„Angesichts der nur schrittweisen Wiedereröffnung von Kitas und Schulen appelliere ich an die Politik, umgehend eine Anschlusslösung für Alleinerziehende zu schaffen, damit Einelternfamilien nicht in Armut abrutschen. Besonders wichtig ist dabei, wenigstens Geringverdiener*innen mit 100 Prozent des bisherigen Entgelts abzusichern. Unterstützungsleistungen sollten außerdem so flexibel ausgestaltet sein, dass sie auch Eltern erreichen, die im Spagat zwischen Homeoffice und Kinderbetreuung/Homeschooling vorübergehend auf Teilzeit gehen wollen. Es gibt bereits gute Vorschläge, wie beispielsweise ein Corona-Elterngeld. Ich appelliere an die Politik, hier schnell zu einer Lösung zu kommen“, fordert Daniela Jaspers.

Seit Ende März können Mütter und Väter, bei denen wegen der Kita- und Schulschließungen in der Corona-Pandemie das Einkommen wegfällt, eine Entschädigung in Höhe von 67 Prozent ihres Nettoverdienstes erhalten. Der Entschädigungsanspruch ist allerdings für jeden auf sechs Wochen begrenzt und schließt Eltern im Homeoffice sowie Ferienzeiten aus.

Quelle: Pressemitteilung des Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) vom 15. Mai 2020

 

3. eaf: Lohnfortzahlung für Eltern fortsetzen!

Zur Ankündigung der Bundesregierung, die Lohnfortzahlung für von Schul- und Kitaschließungen betroffene Eltern nicht fortsetzen zu wollen, erklärt Dr. Martin Bujard, Präsident der evangelischen arbeitsgemeinschaft familie (eaf): „Die Beendigung der Lohnfortzahlung für Eltern ist ein verheerendes Signal für Familien – und das ausgerechnet am Tag der Familie. Viele Eltern können ihre Kinder weiterhin nicht oder nur ein bis zwei Tage die Woche zur Schule und in die Kita schicken. Ihnen eine Lohnfortzahlung zu verweigern, während man Wirtschaftsunternehmen mit Steuergeldern in Milliardenhöhe unterstützt, zeigt den geringen Stellenwert, den Familien bei der Politik in der Corona-Krise haben. Der Hinweis, dass die Verlängerung nicht nötig sei, weil beide Elternteile ja nacheinander sechs Wochen pausieren könnten, geht an der Realität vorbei: Alleinerziehende und Familien, in denen ein Partner in einem systemrelevanten Beruf, wie beispielsweise der Pflege arbeitet, haben diese Möglichkeit nicht. Viele Mütter und Väter sind überlastet, am Limit und haben existenzielle Sorgen. Eine Beendigung der Lohnfortzahlung ist für sie ein Schlag ins Gesicht.

Die bisherige Regelung muss verlängert werden oder, noch besser, durch eine Corona-Familienarbeitszeit ersetzt werden, die die eaf schon länger fordert. Diese Corona-Familienarbeitszeit beinhaltet einen Anspruch auf Arbeitszeitreduzierung mit teilweisem Lohnausgleich für Mütter und Väter von Kindern unter zwölf Jahren, der gerade für niedrige und mittlere Einkommen essenziell ist. Diese hilft nicht nur denen, die derzeit die Lohnfortzahlung in Anspruch nehmen, sondern wäre auch ein Rettungsanker für die Millionen Mütter und Väter, die zurzeit auf dem Zahnfleisch gehen. Oft würde eine temporäre Arbeitszeitreduzierung beider Elternteile eine entscheidende Entlastung für die Familien darstellen.“

Quelle: Pressemitteilung der evangelischen arbeitsgemeinschaft familie (eaf) vom 15. Mai 2020

 

4. Deutsches Kinderhilfswerk: Schulen und Kitas umgehend und vollständig öffnen

Das Deutsche Kinderhilfswerk appelliert an Bund, Länder und Kommunen, Schulen und Kitas wieder vollständig zu öffnen. Aus Sicht der Kinderrechtsorganisation braucht es dazu kurzfristig machbare Konzepte zu Hygieneschutz- und Abstandsregelungen, die sowohl bildungs- und kindheitspädagogische Aspekte berücksichtigen als auch dem Gesundheitsschutz für Kinder und Fachkräfte genügen. Das Deutsche Kinderhilfswerk mahnt zugleich die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen an der Konzeptausarbeitung an, die als Expertinnen und Experten in eigener Sache einbezogen werden sollten. Aber auch die Familien insgesamt sollten hier eingebunden werden, da diese die Konzepte kennen und leben müssen. Zudem ist mehr personelle Unterstützung als bisher für die Schulen und Kitas unabdingbar. Auch müssen Alternativen für Risikopatientinnen und -patienten unter den Kindern und Jugendlichen und ihren Familien in den Konzepten mitgedacht werden.

„Die bisherigen eingeschränkten Lockerungen führen dazu, dass nach wie vor sehr viele Kinder nicht in die Kita und nur sehr eingeschränkt in die Schule können. Das ist ein schwerer und vor dem Hintergrund aktueller fachlicher Erkenntnisse unverhältnismäßiger Eingriff in ihre Lebenswelt, in ihre Grundrechte und ihre psycho-soziale Entwicklung, bei dem das Kindeswohl nicht im Vordergrund steht. Hier braucht es jetzt einen Kurswechsel. Der bisherige Weg der Schulen mit geteilten Klassen und stundenweisem Unterricht zeigt bereits nach kurzer Zeit, dass davon kaum ein relevanter Beitrag zur Bildung der Kinder zu erwarten ist. Das vergrößert nach Einschätzung von Bildungsforscherinnen und -forschern die sozialen Ungleichheiten in unserer Gesellschaft. Deshalb sollten wir ehrlich sein und uns eingestehen, dass an einer vollständigen Öffnung der Schulen, aber auch der Kitas kein Weg vorbeiführt. Eine Öffnung von Kitas und Schulen unter angemessenen Schutzvorgaben ist kinder- und familienpolitisch der logische nächste Schritt“, betont Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes.

„Wir brauchen zugleich bei der Erstellung der Schutzkonzepte, die eine vollständige Öffnung der Schulen und Kitas möglich machen sollen, sowohl die Einbeziehung alternativer Modelle wie ,Grüne Klassenzimmer‘ oder pädagogischer Konzepte wie ,Waldschulen‘ und ,Waldkitas‘ sowie eine aktive Beteiligung der Kinder und Jugendlichen. Denn wir stellen in der jetzigen Krisensituation leider fest, dass diese noch mehr als sonst kaum vorhanden ist und fast ausschließlich nur schmückendes Beiwerk für Schönwetterphasen zu sein scheint. Wir brauchen aber auch die Kinder-Expertise und sollten die Erwachsenenbrille immer mal wieder absetzen. Das würde kreativen Konzepten, die wir zweifelsohne brauchen, sicherlich guttun. Gleichzeitig müssen das selbständige Lernen der Schülerinnen und Schüler sowie ihre Kapazitäten mit der Krisensituation umzugehen, gestärkt werden“, so Krüger weiter.

Aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes muss sich der Blick jetzt insbesondere auf Kinder mit besonderen Förderbedarfen richten. Dafür braucht es einen Sonderfonds für Kommunen, der Bildungsbegleitung für Kinder, die diese brauchen, finanziert. Die ohnehin schon ungleich verteilten Bildungschancen erst in den Blick zu nehmen, wenn die Krise ausgestanden ist, riskiert Kinder wissentlich abzuhängen. Das gilt auch für Kinder in Kindertageseinrichtungen, die ja längst zu Bildungsinstitutionen geworden sind.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerks vom 20. Mai 2020

 

5. Kinder und Jugendliche in Unterkünften für geflüchtete Menschen brauchen Schutz, Förderung und Teilhabe

„Kinder und Jugendliche, die mit ihren Familien nach Deutschland flüchten, verbringen Monate, teilweise Jahre in Erstaufnahmeeinrichtungen der Länder und Gemeinschaftsunterkünften. Aber anders als für Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe existieren für Aufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünfte bislang kaum gesetzliche Anforderungen bzw. Unsicherheit darüber, wie sie anzuwenden sind“, sagt Michael Löher, Vorstand des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. „Aufsichtsbehörden, Jugendämter sowie alle mit der Unterbringung geflüchteter Menschen befassten Akteure stehen aber in der Pflicht, Kinderrechte wirksam und flächendeckend umzusetzen.“

Mit seinen kürzlich verabschiedeten Empfehlungen benennt der Deutsche Verein Rahmenbedingungen für eine kinderrechtskonforme Unterbringung von Familien in Unterkünften für geflüchtete Menschen. So dürfe beispielsweise die Aufenthaltsdauer von Familien in Erstaufnahmeeinrichtungen sechs Monate nicht überschreiten.

Er empfiehlt zudem, die Gewährleistung von Schutz, Förderung und sozialer Teilhabe in Ausschreibungen und Betreiberverträgen verbindlich zu regeln sowie in Landesgesetzen und Verordnungen zu verankern. Außerdem müsse – neben dem Kinderschutz – der Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildung, Freizeitangeboten sowie zu allen Angeboten und Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe gewährleistet sein.

Die vollständigen Empfehlungen sind abrufbar unter: https://www.deutscher-verein.de/de/uploads/empfehlungen-stellungnahmen/2020/dv-21-19_empfehlung-kinder-jugendliche-fluechtlingsunterkuenften.pdf

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge vom 20. Mai 2020

 

6. Bundesweiter Aktionstag am 16. Juni 2020: „Tag der kleinen Forscher“ – Mitmachtag mal anders

Zu Hause oder beim Spazierengehen, in der Kita-Notbetreuung oder in Kleingruppen in der Grundschule – Forschen und Entdecken geht überall. Zum „Tag der kleinen Forscher“ 2020 lädt die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ in diesem Jahr sowohl pädagogische Fach- und Lehrkräfte als auch Eltern ein, den Wegen eines besonderen Elementes zu folgen: Wasser. Unter dem Motto „Von der Quelle bis ins Meer – Wasser neu entdecken!“ können so Kinder unsere wichtigste Lebensgrundlage ganz neu kennenlernen.

Seit 2009 gehen Tausende Mädchen und Jungen jedes Jahr am „Tag der kleinen Forscher“ mit ihren Erzieherinnen und Erziehern oder ihren Lehrkräften auf Entdeckungsreise und erkunden ihre Welt – sei es im Rahmen eines Forscherfests oder kleinerer Aktionen. So sollte es auch in diesem Jahr wieder sein, doch die Zeiten sind andere. Bis in allen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen der Regelbetrieb wieder aufgenommen wird, bleiben viele Kinder weiterhin zu Hause oder in der Notbetreuung. Aber auch hier gilt: Entdecken und Forschen geht überall.

Deshalb lädt die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ alle, die Kinder beim Forschen und Entdecken begleiten möchten, dazu ein, sich am „Tag der kleinen Forscher“ zu beteiligen. Ob Kitas, Horte und Grundschulen, Eltern und Familien oder Unterstützerinnen und Unterstützer der Stiftung – alle Interessierten können die digitalen Angebote und Forscherideen zum Aktionstag kostenfrei unter tag-der-kleinen-forscher.de/mitforschen herunterladen. Pädagogische Einrichtungen können das Aktionsmaterial weiterhin auch bestellen: tag-der-kleinen-forscher.de/aktionsmaterial

Viele der Angebote zum Aktionstag unter dem diesjährigen Motto „Von der Quelle bis ins Meer – Wasser neu entdecken!“ erfordern keine pädagogischen Vorkenntnisse und lassen sich auch zu Hause oder während eines Spaziergangs mit Eltern und Geschwistern ganz einfach umsetzen.

So wird der 16. Juni auch diesmal ein bundesweiter Mitmachtag und setzt ein Zeichen für gute frühe MINT-Bildung für nachhaltige Entwicklung. Denn die legt einen Grundstein, um den Herausforderungen einer zunehmend komplexen Welt erfolgreich begegnen zu können.

„Das diesjährige Motto lässt Kinder Wasser als lebenswichtige Ressource kennen und schätzen lernen“, sagt Michael Fritz, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Haus der kleinen Forscher.“ „Wie jede und jeder Einzelne von uns mit dieser Ressource umgeht, hat direkte Auswirkungen auf unsere Erde.“

Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ selbst verlegt aufgrund der Corona-Pandemie ihr Forscherfest gemeinsam mit der experimenta in diesem Jahr ins Netz. Ursprünglich sollten etwa 2.000 Kinder in Deutschlands größtem Science Center in Heilbronn ein Forscherfest feiern und Phänomene rund um das Wasser entdecken. Nun arbeiten die Partner an einer digitalen Alternative für den 16. Juni – für kleine und große Forscherinnen und Forscher in ganz Deutschland. Die Details dazu werden Ende Mai unter tag-der-kleinen-forscher.de bekannt gegeben.

Quelle: Pressemitteilung der Stiftung „Haus für kleinen Forscher“ vom 19. Mai 2020

 

7. World Vision fordert: Waffenexporte durch Friedensinitiative ersetzen

Als Reaktion auf das Versäumnis des UN-Sicherheitsrates, sich auf eine Resolution zu COVID-19 zu einigen und den Aufruf des UN-Generalsekretärs zu einem globalen Waffenstillstand zu unterstützen, drängt die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision die Staats- und Regierungschefs zu einem erneuten Versuch. „Jeder Waffenstillstand würde Kindern in Kriegsgebieten das Leben retten, und ihnen Hoffnung auf ein Leben in Frieden geben. Das ist zu wichtig, um es aufzugeben“, sagte Andrew Morley, Präsident und CEO von World Vision International.

Vor zwei Monaten rief der UN-Generalsekretär die Kriegsparteien in einem Appell dazu auf, ihre bewaffneten Auseinandersetzungen „zugunsten der Unterstützung des größeren Kampfes gegen COVID-19″ zu beenden. Seitdem hat der UN-Sicherheitsrat mehrere Verhandlungsrunden durchlaufen, ohne sich auf einen Waffenstillstandsaufruf zu einigen. Er war auch nicht in der Lage, eine umfassendere Forderung nach einer weltweiten Einstellung der Feindseligkeiten zur Unterstützung des Kampfes gegen COVID-19 zu unterstützen.

„Wie wir überall auf der Welt sehen, ist COVID-19 eine ernste Bedrohung für eine ganze Generation gefährdeter Kinder, besonders in fragilen Staaten oder Konfliktländern. Das Scheitern einer Einigung über diese Resolution ist sehr bedauerlich für die am meisten gefährdeten und bereits immens leidenden Kinder an Orten wie Afghanistan, Libyen, Jemen, Mali und Syrien“, sagte Morley. „Wir fordern die Regierungen dringend auf, sich für eine globale Friedensinitiative einzusetzen und diese Gespräche wieder in Gang zu bringen. Wir fordern sie auf, viel mehr zu tun, um humanitären Hilfsorganisationen den Zugang zu notleidenden Menschen zu ermöglichen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen und Kinder vor verheerenden Auswirkungen der Pandemie zu schützen, so dass sie ihre Potentiale voll entfalten können.“

Der Friedensexperte von World Vision Deutschland, Ekkehard Forberg, fordert, dass der Waffenhandel und die Versorgung mit Munition von Kriegsparteien eingestellt wird – stattdessen sollten diese Ressourcen zum Aufbau von Strukturen und Institutionen auf lokaler Ebene in diesen Ländern genutzt werden – damit die Bevölkerung von einer besseren Gesundheitsversorgung und einem dauerhaften Frieden profitieren kann. Nur so können bei künftigen Pandemien Menschenleben gerettet und eine lebenswerte Zukunft für alle Kinder geschaffen werden.

Quelle: Pressemitteilung der World Vision Deutschland vom 20. Mai 2020

 

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